Britische Regulatoren fordern schärfere Altersprüfungen von Social‑Media‑Plattformen
Ofcom und die britische Datenschutzbehörde ICO schreiben an große Plattformbetreiber und verlangen konkrete Maßnahmen zum Schutz von Kindern.
Die britischen Aufsichtsbehörden Ofcom und Information Commissioner's Office (ICO) haben große Social‑Media‑Unternehmen angeschrieben und verlangt, Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen offenzulegen. Gefordert werden unter anderem wirksamere Altersprüfungsverfahren und Beschränkungen für den Kontakt durch Fremde.
Die Behörden setzten eine Antwortfrist bis zum 30. April. Als mögliche technische Ansätze nannten sie Gesichtsalterschätzung, digitale Identifikatoren oder einmalige Fotoabgleiche, weil die bisher verbreitete Selbstauskunft als leicht umgehbar bewertet wird.
Der Schritt folgt darauf, dass ein gesetzlicher pauschaler Bann für unter 16‑Jährige im Parlament abgelehnt wurde. Die ICO warnt davor, dass ungenügende Alterskontrollen den Datenschutz von unter 13‑Jährigen gefährdet und forderte ein Ende von Produkt‑Tests, etwa mit KI, an Kindern.