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Drei französische Luxushotels verlieren ‚Palace‘-Status nach Überprüfung

Park Hyatt Paris‑Vendôme, Mandarin Oriental Paris und Hôtel du Palais in Biarritz sollen die höchste Auszeichnung der französischen Hotellerie verloren haben; die offizielle Liste wird am 2. Juni erwartet.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Drei französische Luxushotels verlieren ‚Palace‘-Status nach Überprüfung
  • Erstmals seit Einführung des Labels 2010 wurden mehrere Häuser gleichzeitig degradiert
  • Paris bleibt mit einem Drittel der verbliebenen Paläste besonders stark vertreten.

Nach Angaben französischer Medien haben drei renommierte Hotels ihren ‚palace‘-Status verloren. Betroffen sind demnach das Park Hyatt Paris‑Vendôme, das Mandarin Oriental Paris und das Hôtel du Palais in Biarritz. Die Entscheidung folgte einer Überprüfung durch die Palace Commission, die über die Vergabe und den Erhalt der höchsten Klassifizierung in der französischen Hotellerie wacht.

Die Commission habe festgestellt, dass die betroffenen Häuser nicht mehr alle Kriterien für den Palace‑Status erfüllten; in den Berichten ist von ‚Insuffizienzen‘ die Rede, konkrete Mängel werden nur teilweise genannt. Demnach sei das Park Hyatt Paris‑Vendôme unter anderem wegen eines Mangels an Restaurierung und mangelnder Erneuerung seines Angebots beanstandet worden; ein ähnlicher Befund werde in Bezug auf das Hôtel du Palais gezogen. Beim Mandarin Oriental Paris sei die Lage anders: Das Haus stehe kurz vor umfangreichen Renovierungsarbeiten, schreibt eine Quelle.

Trotz des Entzugs der Palace‑Auszeichnung behalten alle genannten Häuser ihre Fünf‑Sterne‑Klassifikation und gelten weiterhin als Spitzenhotels. Frankreich verfüge aktuell über 27 als ‚palace‘ ausgezeichnete Hotels, nach 31 Einträgen bei der letzten Aktualisierung 2019. Mehr als ein Drittel dieser Häuser befinde sich in Paris, was die Hauptstadt weiterhin als Zentrum der nationalen Luxushotellerie markiere.

Die Palace‑Auszeichnung ist 2010 eingeführt worden, um besonders herausragende Fünf‑Sterne‑Hotels zu würdigen. Für die Kandidatur ist eine Vorprüfung durch Atout France vorgeschrieben; zu den verpflichtenden Anforderungen zählen unter anderem Spa‑ und Fitnessbereiche, Concierge‑Services und mehrsprachiges Personal. Anschließend bewertet ein Expertengremium Lage, Erbe, Charakter, Umweltpolitik, Gastronomie und Servicequalität. Die Überprüfungsintervalle waren 2024 von fünf auf drei Jahre verkürzt worden, wodurch Neubewertungen häufiger stattfinden.

Unterdessen berichten Quellen, dass das ikonische Hôtel Byblos in Saint‑Tropez in der derzeit verfügbaren offiziellen Liste nicht mehr auftauche; eine formelle Bestätigung liege jedoch noch nicht vor. Die endgültige Liste der Palace‑Hotels für 2026 soll veröffentlicht werden, wenn Frankreichs Tourismusminister Serge Papin die ‚Palace Collection 2026‘ am 2. Juni vorstellt.