Drei Führungskräfte verlassen OpenAI in weiterer Personalwelle
Bill Peebles, Kevin Weil und Srinivas Narayanan kündigen ihren Abschied an; OpenAI will ‚OpenAI for Science‘ dezentralisieren und Arbeit näher an Produkt- und Infrastrukturteams verlagern.
Nach Angaben von Unternehmensmitteilungen und Beiträgen auf sozialen Netzwerken haben drei Führungskräfte OpenAI am Freitag verlassen. Betroffen sind Bill Peebles, der das Kurzvideo-Projekt Sora leitete, Kevin Weil, der das Programm ‚OpenAI for Science‘ verantwortete, sowie Srinivas Narayanan, CTO für B2B-Anwendungen. Die Ankündigungen erfolgten in eigenen Abschiedsposts der Manager und in einer Stellungnahme des Unternehmens.
Im Mittelpunkt der Mitteilungen stand die angekündigte Neuordnung von ‚OpenAI for Science‘: OpenAI will das Programm dezentralisieren, um dessen Arbeit näher an jene Teams zu bringen, die an grundlegenden Modellfähigkeiten, Produkten und Infrastruktur arbeiten. Kevin Weil, der 2024 als Chief Product Officer zu OpenAI kam und später das Science-Programm initiierte, schrieb in seinem Abschiedspost, die vergangenen zwei Jahre seien mind‑expanding. Konkrete Details zur Umsetzung der Dezentralisierung nannte das Unternehmen nicht.
Nach dem Schritt zur Dezentralisierung betonte OpenAI zugleich, bestimmte Forschungs- und Projektstrukturen neu zu ordnen. Peebles, seit 2023 bei OpenAI, hatte Sora geleitet — eine Kurzvideo-App, mit der Nutzer automatisch generierte Clips erstellen konnten. OpenAI hatte Sora im vergangenen Monat eingestellt; Peebles würdigte in seinem Abschiedspost die Arbeit seines Teams und hob die besondere Entstehungsgeschichte des Projekts innerhalb des Unternehmens hervor.
Inzwischen kündigte auch Srinivas Narayanan seinen Weggang an. Die Bekanntmachungen der drei Manager reihten sich in eine Serie von Personalbewegungen bei OpenAI in den vergangenen Wochen ein: Produkt- und Businesschefin Fidji Simo hatte kürzlich medizinischen Urlaub wegen einer sich verschlechternden neuroimmunen Erkrankung angekündigt; Marketingleiterin Kate Rouch trat zurück, um sich auf ihre Krebsbehandlung zu konzentrieren; Operating Chief Brad Lightcap übernahm eine neue Rolle mit Fokus auf Sonderprojekte.
Daneben gaben die verfügbaren Mitteilungen keine konkreteren Angaben zu Nachfolgeregelungen oder den strategischen Folgen der Abgänge. Beobachter erhalten damit wenig neue Information über Personalpläne oder zeitliche Abläufe; das Unternehmen beschränkt sich auf die Darstellung der organisatorischen Neuordnung und auf Danksagungen an die scheidenden Führungskräfte.