Drei Tote und 18 erkrankte Einsatzkräfte nach möglicher Fentanyl‑Exposition in New Mexico
In einem Haus in Mountainair fanden Einsatzkräfte vier bewusstlose Personen; zwei starben vor Ort, eine weitere Person später im Krankenhaus. Toxikologische Tests werden erwartet.
- Zwei Menschen wurden am Einsatzort tot aufgefunden, eine dritte starb im Krankenhaus. Erste Untersuchungen deuten auf Fentanyl und weitere pulverförmige Opioide hin
- 18 Rettungskräfte zeigten Symptome.
Nach Angaben der New Mexico State Police entdeckten Einsatzkräfte in einem Haus in Mountainair, rund 145 Kilometer östlich von Albuquerque, vier Menschen bewusstlos. Zwei der Personen wurden noch am Einsatzort tot festgestellt; eine dritte verstarb später im Krankenhaus. Die Behörden identifizierten zwei der Verstorbenen als Mika Rascon (51) und Georgia Rascon (49). Die Identität der dritten Person gab die Gerichtsmedizin bislang nicht bekannt.
Im Mittelpunkt der Einsatzmaßnahmen standen die gesundheitlichen Beschwerden von Helfern: Während der Rettungsarbeiten klagten mehrere Einsatzkräfte über Übelkeit und Schwindel. Insgesamt mussten 18 Ersthelfer ins Krankenhaus gebracht und anschließend dekontaminiert werden. Teile des örtlichen Rettungsdienstes wurden nach dem Vorfall nach Hause geschickt; eine Person, die zunächst im Haus gefunden wurde, verblieb dort, und eine Einsatzkraft blieb stationär in Behandlung.
Nach dem Schritt erster Untersuchungen deuten vorläufige toxikologische Befunde darauf hin, dass mehrere gepulverte Opioide zum Tod der drei Bewohner beigetragen haben könnten, darunter Fentanyl und para‑Fluorofentanyl (P4). Zudem wurde Methamphetamin festgestellt. Steve McLaughlin, Chefarzt am University of New Mexico Hospital, bezeichnete Fentanyl als vorrangig verantwortlich und wies auf die Gefahr hin, die bereits winzige Mengen der Substanz auslösen können.
Zugleich betonten die Behörden, dass die Einsatzkräfte beim Betreten des Hauses mit Schutzkleidung ausgerüstet gewesen seien; zuvor hatten Helfer angegeben, sie seien zunächst von einem möglichen Gasaustritt ausgegangen und hätten daher vorsichtig gehandelt. Ein Sprecher der Staatspolizei erklärte, es gebe bisher keine Anzeichen dafür, dass in dem Haus ein großangelegter Herstellungsprozess für Drogen stattgefunden habe. Bislang wurden in dem Fall keine Personen angeklagt.
Daneben rückte die Gefahr durch synthetische Opioide für Gemeinden und Rettungskräfte in den Fokus. Die Behörden verwiesen auf die schwere Belastung, die Fentanyl und verwandte Substanzen vor Ort auslösen können, und forderten Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken. In mehreren US‑Bundesstaaten haben Gesetzgeber bereits auf die Sorge vor Sekundärexposition reagiert; Beispiele für verschärfte strafrechtliche Regelungen gegenüber der Verursachung von Überdosen bei Ersthelfern wurden genannt.