Kalifornien: 40.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert nach Gefahr durch ausgasenden Chemikalientank
Ein Methylmethacrylat‑Tank bei GKN Aerospace in Garden Grove gilt als ‚aktiv in Krise‘; Behörden warnen vor Leckage oder einer Explosion und ordnen Evakuierungen an.
- Orange County befiehlt die Evakuierung von rund 40.000 Menschen
- Notunterkünfte werden eingerichtet. Ursache ist ein Ventilschaden an einem Tank mit hochentzündlicher Chemikalie.
Nach Angaben der lokalen Behörden haben Einsatzkräfte in Orange County die Evakuierung von etwa 40.000 Anwohnern angeordnet, nachdem ein Lagerbehälter mit Methylmethacrylat in der GKN Aerospace‑Anlage in Garden Grove zu gasen begann und akut zu versagen drohte. Die Chemikalie wird unter anderem zur Herstellung von Harzen und Kunststoffen eingesetzt und gilt als hochentzündlich, sodass von ihr ein erhebliches Gefahrenpotenzial ausging.
Zunächst war ein Gefahrstoffteam am Donnerstag vor Ort, und örtliche Evakuierungen wurden noch am selben Tag kurzzeitig aufgehoben. Die Lage verschlechterte sich jedoch, nachdem an dem Tank ein Ventilschaden festgestellt worden war, der zusätzliche betriebliche Probleme verursachte und eine vollständige Behebung verhinderte. Daraufhin weiterten die Behörden die Evakuierungsanordnungen bis Freitag aus und betrafen Gebiete in insgesamt sechs Städten.
GKN Aerospace ist eine Sparte eines britischen Unternehmens, das Komponenten für Flugzeuge produziert. Zu konkreten Details über den Zustand weiterer Anlagen oder zu möglichen bereits eingetretenen Umweltschäden machten die Verantwortlichen in Garden Grove und Orange County in den öffentlich verbreiteten Mitteilungen keine zusätzlichen Angaben.
Zugleich richteten Behörden Notunterkünfte für die Betroffenen ein und organisierten Hilfsmaßnahmen für die Evakuierten. Die Entscheidung, große Teile der Umgebung zu räumen, folgte dem Ziel, Menschen aus potenziell gefährdeten Bereichen zu bringen, bis die Lage am Tank dauerhaft stabilisiert oder entschärft ist.
Daneben bleibt unklar, wie lange die Vorsorgemaßnahmen andauern werden. Die Einsatzleitung betonte, dass weitere Schritte von der Entwicklung vor Ort abhängen und die Evakuierungszone gegebenenfalls angepasst werden könne, um Risiken für die Bevölkerung zu minimieren.