Eierpreise in Europa vor Ostern deutlich über Gesamtinflation – Spanien Spitzenreiter
Eurostat- und EU-Marktindikatoren verzeichnen deutliche Zuwächse bei Verbraucher- und Großhandelspreisen für Eier; Spanien führt die Rangliste der Verbraucherpreisanstiege an.
Die Preise für Eier haben sich in vielen europäischen Ländern deutlich schneller verteuert als die allgemeine Inflation. Im Dezember 2025 lagen die Verbraucherpreise für Eier um 9,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, während die Gesamtinflation in der EU bei 2,3 Prozent verharrte. Damit zählt Eier zu den Preistreibern, die vor dem Osterfest besonders ins Gewicht fallen.
Auf Länderebene zeigen sich starke Unterschiede: Spanien verzeichnete den höchsten Anstieg der Verbraucherpreise für Eier mit 31,3 Prozent, gefolgt von Nordmazedonien mit 26,3 Prozent und Portugal mit 20,9 Prozent. In mehreren weiteren Staaten – darunter Albanien, Lettland, Österreich, die Slowakei und Montenegro – lagen die Zuwächse im zweistelligen Bereich zwischen 13 und 19 Prozent. Nur in Zypern und Luxemburg fielen die Verbraucherpreise leicht, in Schweden blieben sie unverändert.
Bei den Großhandelspreisen beschleunigte sich der Anstieg zuletzt noch stärker. Im Februar 2026 kletterten die EU‑Großhandelspreise für Eier um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spanien weist auch hier mit einem Zuwachs von 33,7 Prozent die stärkste Entwicklung auf; Frankreich, die Niederlande und Tschechien meldeten Marktpreissteigerungen von rund 20 Prozent oder mehr. Deutschland und Italien verzeichneten Zuwächse von 17,4 beziehungsweise 13,2 Prozent.
Die Spannbreite der Verbraucherpreise über Europa bleibt groß. Für ein Dutzend große Eier reicht die Preisspanne aktuell von etwa 1,52 Euro bis rund 6,70 Euro. In Westeuropa liegen die Preise häufig oberhalb von vier Euro pro Dutzend, etwa in Dänemark, den Niederlanden, Luxemburg, Norwegen und Österreich. In Osteuropa und auf dem Westbalkan sind Eier hingegen überwiegend für unter drei Euro pro Dutzend erhältlich.
Die anhaltend höheren Eierpreise reflektieren eine ungleichmäßige Entwicklung zwischen Verbraucher- und Großhandelsebenen sowie deutliche regionale Unterschiede. Vor dem Hintergrund dieser Preisunterschiede bleibt die Versorgungslage in einzelnen Märkten und die Kaufkraft der Haushalte ein relevantes Thema für die bevorstehenden Feiertage.