Elon Musk zur freiwilligen Vernehmung in Paris vorgeladen – Ermittlungen gegen X und Grok ausgeweitet
Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Elon Musk zu einer freiwilligen Anhörung geladen. Ermittlungen richten sich gegen das soziale Netzwerk X und den Chatbot Grok wegen möglicher Algorithmusmanipulationen, Holocaust‑Leugnungsposts und sexualisierter Deepfakes, darunter mutmaßlich kinderpornografisches Material.
- Pariser Ermittler werfen X und dem Chatbot Grok schwere Verstöße gegen Compliance und Inhaltsregeln vor
- Elon Musk und Ex‑CEO Linda Yaccarino wurden zur Aussage geladen.
Zugleich haben die Ermittler das Verfahren auf Inhalte des Chatbots Grok ausgeweitet, der von xAI entwickelt und in X integriert ist. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen demnach Posts und generierte Inhalte, die Holocaust‑Leugnung förderten, sowie die Erstellung sexualisierter Deepfakes; französische Stellen führen ausdrücklich auch mutmaßlich kinderpornografisches Material als Gegenstand der Ermittlungen an.
Nach dem Schritt, Anfang Februar X‑Büros in Paris zu durchsuchen, luden die Behörden zwischen dem 20. und 24. April mehrere Mitarbeitende als Zeugen vor. Linda Yaccarino, die von Mai 2023 bis Juli 2025 als CEO von X tätig war, wurde ebenfalls vorgeladen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, freiwillige Anhörungen sollen den Verantwortlichen Gelegenheit geben, ihre Sicht der Dinge darzulegen und erläuterte Compliance‑Maßnahmen zu präsentieren.
Zugleich informierte die Pariser Behörde im März das US‑Justizministerium und die US‑Börsenaufsicht SEC über mögliche strafrechtliche Aspekte im Zusammenhang mit mutmaßlichen Marktmanipulationen vor geplanter Börsenaktivität. In der Folge zeigte das US‑Justizministerium laut Medienberichten keine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit den französischen Ermittlern.
Daneben hat X wiederholt jegliches Fehlverhalten bestritten und frühere Ermittlungsschritte als politisiert kritisiert. Die Pariser Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass das Fernbleiben vorgeladener Personen die Fortsetzung der Untersuchung nicht behindere.
In der Gesamtschau markiert der für Musk angesetzte Termin einen weiteren Schritt in einem Verfahren, das national und international beobachtet wird. Die Ermittlungen betreffen zugleich technische und inhaltliche Fragen der Plattformkontrolle sowie mögliche strafrechtliche Folgen, während die zuständigen Stellen weitere Aussagen und Beweiserhebungen vorsehen.