Explosivfund nahe Pipeline nach Serbien und Ungarn gemeldet, Vučić spricht von zwei Sprengsätzen
Serbiens Präsident Aleksandar Vučić teilte mit, Militär und Polizei hätten in Rucksäcken zwei große Sprengstoffpakete mit Zündern nur wenige hundert Meter von der Balkan Stream-Pipeline entfernt entdeckt.
- Armee und Polizei fanden bei Kanjiža zwei große Sprengstoffpakete nahe der Balkan Stream-Pipeline
- Ungarns Ministerpräsident Orbán berief einen ausserordentlichen Verteidigungsrat ein.
Nach Angaben des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić entdeckten Militär- und Polizeikräfte am Morgen in der Gemeinde Kanjiža im Norden Serbiens zwei große Pakete mit Sprengstoff und Zündern. Die Gegenstände lagen demnach in Rucksäcken und waren nur wenige hundert Meter von der Balkan Stream-Pipeline entfernt, die russisches Gas nach Serbien und Ungarn transportiert. Sicherheitskräfte reagierten demnach unverzüglich und sicherten die Fundstelle.
Vučić sagte, er habe die vorläufigen Ermittlungsergebnisse bereits dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán mitgeteilt. Orbán bestätigte ein Gespräch der beiden Staatschefs und kündigte für Sonntagabend einen ausserordentlichen Verteidigungsrat in Ungarn an. Konkrete Hinweise auf Täter oder Tatmotive nannte Vučić nicht; er verwies lediglich auf ‚bestimmte Spuren‘, ohne nähere Angaben dazu zu machen.
Die Entdeckung fällt in eine Phase erhöhter Sensibilität gegenüber Energieinfrastruktur in der Region. Die Balkan Stream-Pipeline ist eine Verlängerung der TurkStream-Leitung und versorgt Serbien mit russischem Gas. Serbische Behörden betonen die Bedeutung der Leitung für die nationale Versorgung; die Rolle der Pipeline und jüngste Vorfälle an anderen Energietransportwegen haben zu verstärkter Aufmerksamkeit geführt.
Die serbischen Sicherheitsbehörden leiteten nach dem Fund nach eigenen Angaben Ermittlungen und Vorsorgemaßnahmen ein. Zu Art, Sprengkraft und möglichen Verbindungen zu anderen Vorfällen liegen bislang keine weiteren Details vor. Gleichwohl deuteten die Reaktionen der betroffenen Regierungen auf rasche Abstimmungen auf Regierungsebene hin, während die Untersuchungen in Kanjiža andauern.