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Vereinigtes Königreich schließt nach eigener Darstellung historisches Handelsabkommen mit Golfstaaten

London und sechs Golfstaaten einigen sich auf Vertrag, der Zölle reduziert und dem Bruttoinlandsprodukt langfristig Milliarden hinzufügen soll

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Titelbild: Vereinigtes Königreich schließt nach eigener Darstellung historisches Handelsabkommen mit Golfstaaten
London nennt das Abkommen mit Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi‑Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten den ersten G7‑Deal mit dem GCC.

Nach Angaben der britischen Regierung hat das Vereinigte Königreich am Mittwoch ein Handelsabkommen mit den sechs Mitgliedstaaten des Golfkooperationsrats (GCC) geschlossen, das London als historisch bewertet. Die Vereinbarung betrifft Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi‑Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate und stellt demnach erstmals einen solchen Vertrag zwischen einem G7‑Land und dem GCC dar.

Im Mittelpunkt der Regierungsdarstellung stehen ökonomische Effekte: Das Abkommen könne dem Vereinigten Königreich langfristig rund 3,7 Milliarden Pfund pro Jahr zum Wirtschaftswachstum beitragen und die Löhne um etwa 1,9 Milliarden Pfund jährlich erhöhen. Diese Schätzungen hat das Department for Business and Trade im Zuge der Bekanntgabe vorgelegt und dabei die erwarteten positiven Folgen für Beschäftigte und Unternehmen betont.

Zugleich wies die Regierung auf unmittelbare Entlastungen hin: Demnach würden geschätzte Zollzahlungen in Höhe von 580 Millionen Pfund pro Jahr auf Basis der aktuellen Exporte in die GCC‑Staaten entfallen. Von dieser Summe sollen Waren im Wert von rund 360 Millionen Pfund bereits am ersten Tag des Inkrafttretens zollfrei werden. Zu den genannten Gewinnern zählen unter anderem britische Exporte wie Getreideerzeugnisse, Cheddar, Schokolade und Butter.

Nach dem Schritt hob die Regierung die strategische Bedeutung des Abkommens für die Beziehungen zu den Golfstaaten hervor und bezeichnete es als Beitrag zur wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit des Landes. Das Abkommen reiht sich der Darstellung zufolge in eine Serie größerer Handelsabschlüsse der aktuellen Regierung ein; zuvor wurden demnach Abkommen mit Indien, den USA, der EU und Südkorea geschlossen.

Daneben kommentierte Premierminister Keir Starmer den Vertrag als Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Region und als Vorteil für britische Unternehmen und Beschäftigte. Konkrete Details zum Zeitplan für das Inkrafttreten sowie zu möglichen abgestuften Nullzollregelungen nannte die Mitteilung nicht im Detail.