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Israelische Marine greift Gaza‑bound Hilfsflottille vor Zypern ab

Aktivisten berichten, israelische Kriegsschiffe hätten Teile der aus der Türkei ausgelaufenen Global Sumud Flotilla westlich Zyperns gestoppt; Israel spricht von Provokation.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Israelische Marine greift Gaza‑bound Hilfsflottille vor Zypern ab
  • Mehrere Schiffe der Flottille wollten offenbar nach Gaza
  • die Kommunikation mit einigen Booten brach ab, Aktivisten berichten von Boarding-Versuchen.

Nach Angaben von Aktivisten und Satelliten-Trackern haben israelische Streitkräfte am Montag Teile der von der Türkei gestarteten Global Sumud Flottille abgefangen, die offenbar in Richtung Gazastreifen unterwegs war. Westlich von Zypern hätten mehrere Kriegsschiffe die Schiffe der Flottille geentert oder gestoppt, teilten Beteiligte über Kommunikationskanäle mit. Demnach sei ein erstes Boot bereits bestiegen worden, während die Lage auf anderen Schiffen unklar blieb.

Zugleich berichtete die Organisation hinter der Mission, mehrere ihrer Schiffe seien angegriffen oder gestoppt worden und die Kommunikation mit einigen Fahrzeugen sei abgerissen. Rund 50 Schiffe waren laut Angaben zuvor von der Südwestküste der Türkei ausgelaufen; die Teilnehmer beschrieben ihren Einsatz als humanitäre Lieferung von Hilfsgütern für den Gazastreifen. Vertreter der Flottille forderten einen sicheren Durchlass und bezeichneten die Mission als legal und gewaltfrei.

Inzwischen wies das israelische Außenministerium die Aktion zurück und bezichtigte die Flottille einer inszenierten Provokation ohne humanitären Gehalt. Es nannte zwei türkische Gruppen als beteiligte Organisationen, die von israelischer Seite als gewalttätig eingestuft werden, und erklärte, ein Durchbrechen der Seeblockade auf den Gazastreifen werde nicht zugelassen. Die Regierung rief die Teilnehmer auf, Kurs zu ändern und umzukehren.

Daneben betonten Vertreter der Flottille, eine Normalisierung israelischer Maßnahmen gegen die Blockade dürfe nicht hingenommen werden, und forderten Staaten zum Einschreiten auf. Die Aktivisten meldeten, einige Boote hätten die Fahrt unbehelligt fortgesetzt, während andere gestoppt worden seien, sodass die Lage weiterhin unübersichtlich blieb. Beobachter verweisen auf erneute Spannungen, da dies bereits der zweite dokumentierte Versuch innerhalb eines Monats war, eine Hilfsflottille Richtung Gazastreifen zu entsenden.