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Banken & NBFI: Basel‑Report zu Synthetic Risk Transfers wächst zum Aufsichtsthema

Der Basel‑Ausschuss beziffert den Wert der durch Synthetic Risk Transfers geschützten Aktiva in großen Märkten auf rund 750 Mrd. € und sieht wegen Intransparenz und NBFI‑Verflechtungen Bedarf für engeres Monitoring.

JKCM Analyse Desk 1 Min Lesezeit
Titelbild: Banken & NBFI: Basel‑Report zu Synthetic Risk Transfers wächst zum Aufsichtsthema
SRTs liefern Kapitalentlastung, aber Finanzierungsketten und begrenzte Offenlegung werden zum Stabilitätsrisiko.

Der Basel‑Ausschuss beschreibt Synthetic Risk Transfers (SRTs) als stark gewachsenes Segment: In Kanada, Euroraum, USA und UK wird der Wert der „protected assets“ auf rund 750 Mrd. € geschätzt – im Schnitt etwa 1,1% der gesamten Bankaktiva (Bandbreite 0,9–1,8% je Jurisdiktion).

Corporate Loans sind laut Report die größte Assetklasse: Beim durchschnittlichen großen bzw. mittelgroßen europäischen Institut sind rund 12% des Corporate‑Buchs über SRTs geschützt, mit deutlichen Ausreißern nach oben. Investoren erhalten dabei Zugang zu bankoriginierter Kreditqualität, ohne die Pools zu besitzen oder zu servicen; einige Investoren hebeln SRT‑Positionen über den Repo‑Markt, wobei Banken die besicherte Finanzierung stellen.

Basel betont, dass Reformen nach der Finanzkrise SRTs zwar einfacher und stärker überwacht gemacht haben, dass aber „Blind Spots“ bei Disclosure und SRT‑Finanzierungsaktivitäten bleiben. Aufseher können Kapitalentlastung begrenzen oder versagen, wenn sie nicht als risikoadäquat gilt – und richten den Blick auf Abhängigkeiten von NBFIs sowie potenzielle Prozyklizität im Abschwung.