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Energie: IEA „Electricity 2026“ sieht Netze als Engpass der Elektrifizierung

Die IEA erwartet 2026–2030 ein globales Stromnachfragewachstum von 3,6% pro Jahr und warnt: Ohne schnelleren Netzausbau und mehr Flexibilität wird die Elektrifizierung an Anschlussengpässen ausgebremst.

JKCM Analyse Desk 1 Min Lesezeit
Titelbild: Energie: IEA „Electricity 2026“ sieht Netze als Engpass der Elektrifizierung
Mehr als 2.500 GW Projekte stecken weltweit in Anschlusswarteschlangen – Netze werden zum Engpassfaktor.

Die IEA prognostiziert für 2026–2030 ein globales Stromnachfragewachstum von durchschnittlich 3,6% pro Jahr – getragen von Industrie, E‑Mobilität, Klimatisierung sowie datenintensiven Anwendungen wie Rechenzentren und KI; gleichzeitig beschleunigt sich die Nachfrage in fortgeschrittenen Volkswirtschaften nach Jahren der Stagnation.

Auf der Angebotsseite sollen Erneuerbare und Kernenergie bis 2030 zusammen rund die Hälfte der globalen Stromerzeugung stellen; mit dem wachsenden Anteil variabler Einspeisung steigt der Bedarf an Systemflexibilität, um Versorgungssicherheit und Kosteneffizienz zu halten.

Der Engpass liegt laut IEA zunehmend im Netz: Weltweit sind mehr als 2.500 GW an Projekten – Erneuerbare, Speicher und große Lasten – in Anschlusswarteschlangen blockiert. Grid‑Enhancing‑Technologien und regulatorische Reformen könnten kurzfristig bis zu 1.600 GW aus diesen Queues integrieren; parallel müsse die jährliche Netzinvestition bis 2030 um etwa 50% steigen.