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'Hohe Energiepreise werden Monate bis Jahre andauern', warnt EU‑Energiekommissar

EU‑Energiekommissar Dan Jørgensen warnt vor anhaltend hohen Energiepreisen und nennt Kosten von rund 500 Millionen Euro täglich; die EU richtet eine Beobachtungsstelle für Flugbenzin ein.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: 'Hohe Energiepreise werden Monate bis Jahre andauern', warnt EU‑Energiekommissar
Jørgensen: 'Sehr schwierige Monate, möglicherweise Jahre' – EU startet Beobachtungsstelle für Jetfuel.

Im Mittelpunkt seiner Warnung stand die Unterbrechung von Energieexporten durch die Straße von Hormus: Etwa ein Fünftel der weltweiten Öl‑ und Gaslieferungen sei betroffen, was zu anhaltender Preisvolatilität führe. Jørgensen betonte, die Schäden an der Infrastruktur in der Region seien erheblich und die Wiederherstellung von Produktion und Lieferketten auf das Vorkrisenniveau werde lange dauern.

Zugleich kündigte die Kommission die Einrichtung einer Beobachtungsstelle für Flugbenzin an, um Jetfuel‑Bestände zu überwachen und ein gegenseitiges Anhäufen von Vorräten durch Mitgliedstaaten zu verhindern. Die Maßnahme zielt darauf ab, Engpässen vorzubeugen und die Koordination zwischen den Ländern zu verbessern, gerade mit Blick auf die bevorstehende Tourismussaison.

Daneben gibt es unterschiedliche Einschätzungen zur kurzfristigen Versorgungslage. Die Internationale Energieagentur warnte vor einem Mangel an Flugbenzin in Europa; mehrere Fluggesellschaften bestätigten diese Sorge und nannten mögliche Flugausfälle als Folge. Die Kommission hat diese Darstellung bisher zurückhaltender bewertet und darauf verwiesen, dass Flugstreichungen teilweise auch mit Rentabilitätsüberlegungen der Airlines zusammenhingen.

Unterdessen machte Jørgensen deutlich, dass die Lage selbst im günstigsten Szenario angespannt bleibe. Kurzfristige Preisspitzen allein würden das Problem nicht erfassen; vielmehr bestehe die Gefahr, dass sich strukturelle Auswirkungen auf Versorgung und Kosten über längere Zeiträume hinziehen. Vor diesem Hintergrund betonte er die Notwendigkeit enger Abstimmung zwischen den EU‑Regierungen, um Risiken für Verbraucher und die Wirtschaft zu mindern.