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Generalstreik in Portugal legt Krankenhäuser, Schulen und Verkehr weitgehend lahm

Nachtbereitschaften nahezu lahmgelegt, rund 190 Flüge gestrichen, Metro in Lissabon stillgelegt

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Generalstreik in Portugal legt Krankenhäuser, Schulen und Verkehr weitgehend lahm
  • Gewerkschaften sprechen von flächendeckender Teilnahme
  • Prüfungen und Routinedienste im Gesundheitswesen stark beeinträchtigt.

Nach Angaben lokaler Gewerkschaften und Medien hat ein landesweiter Generalstreik in Portugal am Mittwoch weite Teile des öffentlichen und privaten Lebens zum Stillstand gebracht. Die Nationale Föderation der Gewerkschaften im öffentlichen und sozialen Dienst (FNSTFPS) meldete für die Nachtschicht in mehreren National Health Service (SNS)-Einrichtungen eine Beteiligung von 95 bis 100 Prozent. In vielen Krankenhäusern kam es demnach zu einem nahezu vollständigen Arbeitsstop.

Im Mittelpunkt der Proteste standen große Krankenhauszentren in Lissabon, Porto und Coimbra. Im Großraum Lissabon verzeichneten das São Francisco Xavier und das São José Hospital volle Streikbeteiligung; das Santa Maria Hospital meldete 90 Prozent, das Krankenhaus Vila Franca de Xira 71 Prozent. In Porto waren das Krankenhaus São João und das Portugiesische Onkologie-Institut besonders betroffen; auch in Coimbra legten mehrere Kliniken den Dienst nahezu komplett nieder. Insgesamt berichteten zahlreiche Gesundheitseinrichtungen von kompletter oder überwiegender Arbeitsverweigerung.

Zugleich hatten die Ausstände erhebliche Folgen für den Schul- und Verkehrsbetrieb: Zahlreiche Schulen blieben geschlossen, wodurch die für Mittwoch angesetzte Portugiesischprüfung der 6. Klasse beeinträchtigt wurde. Auf den Flughäfen in Lissabon, Porto und Faro fielen laut nationalen Flughafenbetreibern bis zum Zeitpunkt der Berichte fast 190 internationale Flüge aus. Die Metro in Lissabon stellte den Betrieb ein; in Porto sind vier Linien außer Betrieb, während zwei Linien weiterhin fahren. Auch Fährverbindungen über den Tejo und landesweite Zugverbindungen wiesen Störungen auf.

Daneben hoben die Gewerkschaftsvertreter hervor, dass der Streik eine direkte Reaktion auf das von der Regierung vorgeschlagene Arbeitsgesetzspaket sei. Die Behörden in Städten und Gesundheitszentren organisierten inzwischen Notfallmaßnahmen, um die kritisch notwendige Versorgung sicherzustellen. Erstmals nahmen auch SNS24-Mitarbeiter am Ausstand teil, was die Erreichbarkeit der Notfalltelefonlinie einschränkt und zu deutlichen Wartezeiten führen kann.

In mehreren Regionen wurde der öffentliche und private Sektor durch Betriebsunterbrechungen betroffen; mehr als zwei Dutzend Unternehmen setzten Aktivitäten aus. Die koordinierte Teilnahme in verschiedenen Sektoren unterstreicht die Breite des Protests und stellt Behörden sowie Dienstleister vor kurzfristige organisatorische Herausforderungen, während Notfalleinrichtungen versuchen, lebenswichtige Leistungen aufrechtzuerhalten.