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Inflation in Deutschland steigt auf 2,9 Prozent im April

Erste Schätzung: Ölpreisschock treibt die Verbraucherpreise; die Teuerungsrate klettert auf 2,9 Prozent und erhöht den Druck auf Haushalte sowie die EZB.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Inflation in Deutschland steigt auf 2,9 Prozent im April
  • Die Verbraucherpreise stiegen im April im Jahresvergleich um 2,9 Prozent
  • Ökonomen hatten mit einem Überschreiten der Drei‑Prozent‑Marke gerechnet.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent. Damit setzte sich die Aufwärtsbewegung fort: Im März lag die Teuerungsrate bei 2,7 Prozent, im Februar bei 1,9 Prozent. Die Aprilzahl stammt aus einer ersten Schätzung und signalisiert eine Beschleunigung der Preisentwicklung gegenüber den Vormonaten.

Im Mittelpunkt der Entwicklung steht demnach ein deutlicher Ölpreisschock, der vor allem die Energiepreise nach oben trieb. Steigende Energiekosten wirkten sich direkt auf Transport- und Produktionskosten aus und erhöhten folglich die Preise für zahlreiche Waren und Dienstleistungen. Diese Kostenweitergabe trug maßgeblich zur Beschleunigung der Gesamtinflation bei.

Zugleich sind private Haushalte unmittelbar betroffen, weil höhere Preise die reale Kaufkraft dämpfen. Mehr Ausgaben für Energie und Güter belasten den Alltag vieler Familien und erhöhen den Bedarf an kurzfristigen Budgetanpassungen. Unternehmen sehen sich unterdessen mit höheren Beschaffungs- und Betriebskosten konfrontiert, die sie je nach Marktlage zum Teil an die Verbraucher weiterreichen könnten.