Israel und Libanon verlängern Waffenruhe um 45 Tage, teilt US-Außenministerium mit
Nach Gesprächen in Washington einigen sich Israel und Libanon auf eine 45-tägige Verlängerung der am 16. April ausgerufenen Einstellung der Feindseligkeiten.
- Die Verlängerung soll den Verhandlungsprozess vorantreiben
- nächste Treffen sind für Anfang Juni angesetzt.
Nach Angaben des US‑Außenministeriums haben Israel und der Libanon einer Verlängerung der am 16. April von Präsident Donald Trump erklärten Einstellung der Feindseligkeiten um 45 Tage zugestimmt. Die Maßnahme zielt darauf ab, weiteren Fortschritt in den laufenden Verhandlungen zu ermöglichen und die bisherigen Vereinbarungen zeitlich zu stützen.
Die Entscheidung folgte auf Gespräche, die an diesem Donnerstag und Freitag in Washington stattfanden und vom Außenministerium als «hochproduktiv» beschrieben wurden. Beide Seiten erklärten demnach, den Verhandlungsprozess fortsetzen zu wollen; neue Treffen sind für den 2. und 3. Juni vorgesehen, um offene Fragen weiter zu erörtern.
Gleichzeitig war dies bereits die dritte direkte Verhandlungsrunde seit einer Eskalationsphase Anfang März. Im Gefolge von Beschuss durch die Hisbollah am 2. März waren verstärkte israelische Luftangriffe auf den Libanon gefolgt, und Israel hatte im vergangenen Monat seine Bodenoperationen in Südlibanon ausgeweitet. Die Vereinbarung vom April hatte dazu geführt, die Kämpfe weitgehend auf den Süden des Libanon zu begrenzen.
Die nun vereinbarte Verlängerung soll den Delegationen Zeit verschaffen, die in Washington begonnenen Gespräche zu vertiefen und strittige Punkte zu klären. Konkrete Verhandlungsinhalte nannte das Außenministerium nicht; die Kommunikation beschränkte sich auf den Zeitplan und die formale Verlängerung der Cessation of Hostilities.
Daneben bleibt unklar, welche Schritte genau folgen sollen, sollten die Treffen Anfang Juni keinen Durchbruch bringen. Die Verlängerung stellt vorerst eine Atempause dar und soll Gelegenheit bieten, Sicherheitsfragen und die Begrenzung von Gefechten weiter zu diskutieren, ohne die bisher erreichte Eindämmung der Kämpfe in Südlbanon zu gefährden.