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Italien und Ukraine vereinbaren verstärkte Verteidigungszusammenarbeit mit Fokus auf Drohnenproduktion

Giorgia Meloni und Wolodymyr Selenskyj vereinbaren in Rom verstärkte Zusammenarbeit im Verteidigungssektor mit Schwerpunkt auf gemeinsamer Drohnenproduktion; konkrete Vereinbarungen blieben offen.

JKCM Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Italien und Ukraine vereinbaren verstärkte Verteidigungszusammenarbeit mit Fokus auf Drohnenproduktion
Arbeitsteams aus Italien und der Ukraine sollen die Details einer Kooperation in Verteidigungstechnologie, insbesondere bei Drohnen, ausarbeiten.

Nach Angaben aus Rom kündigte Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Mittwoch an, Italien wolle die Zusammenarbeit mit der Ukraine im Verteidigungsbereich ausbauen und insbesondere gemeinsame Produktionsprojekte für Drohnen vorantreiben. Sie hob das Interesse Italiens an einer engeren industriellen Kooperation hervor und betonte, die Ukraine habe sich in den vergangenen Jahren in diesem Bereich eine führende Position erarbeitet.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Vereinbarung, bilaterale Teams einzusetzen, die die konkreten Modalitäten der Zusammenarbeit ausarbeiten sollen. Präsident Wolodymyr Selenskyj stellte dabei die ukrainische Expertise in den Bereichen Drohnen, Raketenabwehr, elektronische Kampfführung und Datenaustausch heraus und schlug vor, diese Fähigkeiten mit den Kapazitäten internationaler Partner zu verknüpfen. Zu sofortigen Lieferverpflichtungen oder fertigen Abkommen kam es nach den Gesprächen nicht.

Zugleich machte Selenskyj deutlich, dass die Kooperation im Bereich Luftverteidigung für Kiew höchste Priorität habe. Er erinnerte daran, dass wiederholte Lieferungen von Flugabwehrraketen notwendig seien, solange russische Angriffe andauerten; zuvor hatten regionale Stellen schwere Angriffe mit Todesopfern gemeldet. Vor seinem Rom-Besuch war Selenskyj in Berlin, wo er mit Bundeskanzler Friedrich Merz eine strategische Partnerschaft mit Schwerpunkt auf Verteidigung und Drohnen besprochen hatte, und führte Gespräche in Norwegen, die zu einer Verstärkung der Sicherheitszusammenarbeit führten.

Gleichwohl blieben viele Details offen: Weder Zeitpläne noch konkrete industrielle Partnerschaften wurden genannt. Die Vereinbarungen sehen vor allem vor, Experten beider Seiten in die Erarbeitung technischer und organisatorischer Rahmenbedingungen einzubinden, um später gegebenenfalls gemeinsame Produktions- und Lieferstrukturen aufzubauen.