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Kevin Warsh wird am Freitag als neuer Fed‑Chef vereidigt

US‑Präsident Donald Trump wird den von ihm nominierten Kevin Warsh am Freitag im Weißen Haus in sein Amt einführen; Analysten sehen Fragen zur institutionellen Unabhängigkeit der Fed.

Handelsblatt 1 Min Lesezeit
Titelbild: Kevin Warsh wird am Freitag als neuer Fed‑Chef vereidigt
  • Der Senat hat Warsh bestätigt
  • seine Nähe zum Präsidenten löst Debatten über die künftige Autonomie der Geldpolitik aus.

Nach Angaben aus Regierungskreisen wird US‑Präsident Donald Trump den neuen Vorsitzenden der Federal Reserve, Kevin Warsh, am kommenden Freitag im Weißen Haus vereidigen. Der Senat hatte Warsh in der vergangenen Woche bestätigt. Der 56‑jährige Jurist und Finanzexperte folgt damit auf Jerome Powell.

Im Mittelpunkt der Debatten steht die Frage, wie sehr Warsh sich vom Weißen Haus unabhängig verhalten wird. Powell war wiederholt Ziel öffentlicher Kritik des Präsidenten, weil er dessen Forderungen nach kräftigen Zinssenkungen nicht erfüllte. Trumps Entscheidung, Warsh zu nominieren, hatte daher schnell Spekulationen über das Verhältnis zwischen Präsident und Notenbank ausgelöst.

Daneben richten Ökonomen und Marktteilnehmer ihr Augenmerk nun auf die ersten offiziellen Schritte Warshs sowie auf Personalentscheidungen innerhalb der Fed. Analysten rechnen damit, dass Aussagen aus dem Weißen Haus und aus dem Fed‑Umfeld vorerst verstärkte Marktreaktionen auslösen könnten, solange Unklarheit über das genaue Verhältnis zwischen Präsident und Notenbankchef besteht.