KI‑Boom treibt HPE zu Rekordquartal – Aktie klettert nachbörslich um 36 Prozent
Hewlett Packard Enterprise profitiert vom starken Ausbau von KI‑Rechenzentren, übertrifft Analystenerwartungen und hebt die Umsatzprognosen für 2026 deutlich an.
- HPE meldet 40 Prozent Umsatzwachstum im zweiten Quartal
- bereinigtes EPS liegt deutlich über den Markterwartungen.
Nach Angaben von HPE haben kräftige Investitionen in Rechenzentren für künstliche Intelligenz dem IT‑Konzern ein Rekordergebnis im zweiten Quartal beschert. Der Umsatz wuchs um 40 Prozent auf 10,7 Milliarden US‑Dollar und lag damit klar über dem durchschnittlichen Analystenwert von 9,8 Milliarden Dollar. Diese Entwicklung trug maßgeblich zu den überdurchschnittlichen Kennzahlen bei.
Im Mittelpunkt der Zahlen stand auch der bereinigte Gewinn je Aktie, der mit 79 Cent die Markterwartungen von 53 Cent deutlich übertraf. Die Kombination aus starkem Umsatzwachstum und höherer Profitabilität löste eine heftige Kursreaktion aus; die Aktie legte im nachbörslichen Handel um 36 Prozent zu. Anleger werteten die Zahlen als Bestätigung der Nachfrage nach spezialisierter Hardware für KI‑Workloads.
Zugleich zog HPE infolge der besseren Geschäftsentwicklung seine mittelfristigen Ziele vor und straffte die Prognosen für 2026. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatzwachstum zwischen 29 und 33 Prozent, nachdem zuvor 17 bis 22 Prozent in Aussicht gestellt waren. Für den bereinigten Gewinn je Aktie wird ein Wert von 3,35 bis 3,45 Dollar erwartet, womit die früheren Zielmarken vorgezogen würden.
Inzwischen legte HPE auch seine Einschätzung für 2027 vor und peilt ein Umsatzwachstum von acht bis zwölf Prozent an, womit es über den vorherrschenden Marktschätzungen von rund 5,8 Prozent liegt. Vorstand und Management führen die angehobenen Aussichten auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Servern und Infrastrukturkomponenten zurück, die speziell für KI‑Anwendungen benötigt werden. Diese Nachfrage bildet den Kern der Neubewertung der Wachstumschancen.
Gleichzeitig machen die Zahlen deutlich, wie stark der Ausbau von KI‑fähigen Rechenzentren kurzfristig Umsätze und Profitabilität von Lieferanten wie HPE antreibt. Die Ergebnisse spiegeln einen deutlichen Marktimpuls wider, der Hardwareherstellern momentan zugutekommt und Investoren zu einer Neubewertung veranlasste.
Daneben bleibt offen, wie nachhaltig das erhöhte Investitionsniveau langfristig ist. HPEs angehobene Prognosen setzen voraus, dass die Nachfrage nach KI‑Infrastruktur in den kommenden Jahren stabil hoch bleibt und sich nicht als bloßer kurzfristiger Nachfrageschub erweist.