London setzt Tausende Polizisten und Helikopter ein, um rivalisierende Demonstrationen zu trennen
Metropolitan Police meldete Dutzende Festnahmen und schätzt die Kosten der großen Sicherheitsoperation auf rund £4,5 Mio.
Nach Angaben der Metropolitan Police rückte am Samstag eine der größten Polizeipräsenzaktionen der jüngeren Zeit in London aus, um zwei gegensätzliche Demonstrationen sowie Zuschauer des FA Cup-Finales zu sichern. Mindestens 4.000 Einsatzkräfte waren im Einsatz; hinzu kamen Polizeipferde, Spürhunde, Drohnen, Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge, mit dem Ziel, mögliche Zusammenstöße zwischen den Lagern zu verhindern.
Gleichzeitig meldete die Polizei bis zum Nachmittag 31 Festnahmen wegen verschiedener Delikte; die Zahl wurde als verhältnismäßig bewertet, da sich die Proteste bis dahin weitgehend ohne größere Zwischenfälle entwickelt hatten. Premierminister Keir Starmer hatte zuvor betont, dass diejenigen, die die öffentliche Ordnung gefährdeten, mit konsequenter Strafverfolgung zu rechnen hätten.
Daneben informierte die Regierung, dass elf ausländischen Personen die Einreise zu dem von Robinson organisierten Unite the Kingdom‑Aufmarsch verweigert worden sei. Als Maßnahme gegen mögliche Störer hat die Behörde Personen aus mehreren Ländern abgewiesen, die als potenziell destabilisierend eingeschätzt wurden.
Unterdessen wies Robinson, dessen bürgerlicher Name Stephen Yaxley‑Lennon lautet, seine Anhänger an, keine Masken zu tragen, keinen übermäßigen Alkohol zu konsumieren und sich friedlich zu verhalten. Bei früheren Auftritten zog er teils sehr große Teilnehmerzahlen an; im vergangenen September wurde für eine vergleichbare Kundgebung eine deutlich höhere Beteiligung berichtet.