Mehrere EU‑Führungen mit extrem schlechten Zustimmungswerten – Starmer, Merz und Macron besonders unbeliebt
Eine Auswertung zeigt: Die Regierungschefs der drei größten europäischen Volkswirtschaften werden von großen Teilen ihrer Bevölkerungen abgelehnt.
Nach Angaben einer Analyse stehen die Regierungschefs der größten europäischen Volkswirtschaften aktuell vor starker Ablehnung in ihren Ländern. Die Auswertung fasst Umfragedaten zusammen, die Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Keir Starmer durchweg mit sehr niedrigen Zustimmungswerten ausweisen. Demnach zeichnen sich in Frankreich, Deutschland und Großbritannien ähnliche Muster mangelnder Zustimmung ab.
Im Mittelpunkt der Darstellung stehen konkrete Umfragewerte verschiedener Institute: YouGov weist für Keir Starmer nur noch 11 Prozent, die ihn als guten oder großartigen Premier sehen, gegenüber fast 60 Prozent, die seine Leistung als schlecht oder katastrophal bewerten. Eine andere Erhebung (Statista) nennt abweichende, aber ebenfalls kritische Zahlen: Demnach billigen 27 Prozent Starmer, 65 Prozent lehnen ihn ab, acht Prozent sind unentschieden. Für Friedrich Merz nennt die Auswertung 19 Prozent Zustimmung und 76 Prozent Ablehnung; für Emmanuel Macron werden 18 Prozent Zustimmung und 75 Prozent Ablehnung vermeldet.
Zugleich ordnet die Analyse diese Werte in einen breiteren europäischen Trend ein. Neben Großbritannien, Frankreich und Deutschland verzeichnen demnach auch andere Länder schlechte Bewertungen ihrer Regierungschefs, etwa in Österreich, Norwegen und Belgien. In mehreren Fällen werden den Regierenden unpopuläre Reformen, wiederholte politische Fehltritte und der Eindruck mangelnder Durchsetzungsfähigkeit als Erklärungen genannt. Dies führe dazu, dass viele Amtsinhaber selbst in Koalitionskonstellationen oder nach relativ kurzer Regierungszeit mit massiver Kritik aus der Bevölkerung konfrontiert sind.
Daneben zieht die Auswertung historische Vergleiche und stellt die Frage, weshalb aktuelle Krisen nicht zu einem Zustimmungsgewinn führen, wie es bei früheren Ausnahmesituationen geschehen sei. In Berlin wird dies mit Blick auf Aussagen eines Meinungsforschers so eingeordnet: Einige Politiker hätten bereits vor Amtsantritt an Rückhalt verloren, und fehlerhafte Kommunikation sowie gebrochene Versprechen hätten die Popularität weiter untergraben. Gleichzeitig wird daran erinnert, dass Krisen früher kurzfristig Zustimmung bringen konnten, wenn die Bevölkerung den Eindruck hatte, dass staatliches Handeln sichtbar und wirksam sei.
Nach dem Schritt, die Zahlen zusammenzutragen, lautet die zugespitzte Beobachtung der Auswertung, dass die drei größten Volkswirtschaften Europas gegenwärtig von Führungspersonen mit ungewöhnlich geringen Beliebtheitswerten regiert werden. Offen bleibt die Frage, ob dies ein vorübergehendes Phänomen ist oder Ausdruck eines tieferen Vertrauensverlusts gegenüber etablierten politischen Akteuren in Europa.