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Zelenskyy kündigt Vergeltung nach tödlichen russischen Angriffen auf Kiew an

Nach einer russischen Raketen- und Drohnenoffensive, bei der in Kiew ein Wohnhaus getroffen wurde und Dutzende starben, kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj genehmigte Vergeltungsmaßnahmen an; Kiew meldet einen nächtlichen Schlag auf eine große Raffinerie in Ryazan.

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Titelbild: Zelenskyy kündigt Vergeltung nach tödlichen russischen Angriffen auf Kiew an
Nach drei Tagen heftiger Angriffe auf ukrainische Städte sagte Selenskyj die Umsetzung bereits genehmigter Gegenangriffe zu und verwies auf einen gezielten Schlag gegen russische Energieinfrastruktur in der Nacht.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj verpflichtete sich die ukrainische Führung zu Vergeltungsmaßnahmen, nachdem eine russische Rakete ein Wohngebäude in Kiew getroffen und dabei 24 Menschen, darunter drei Kinder, getötet hatte. Selenskyj legte rote Rosen am zerstörten Haus nieder und berief im Anschluss ein Treffen mit Spitzenvertretern von Militär und Geheimdiensten ein, um mögliche langreichweitige Gegenangriffe zu beraten.

In seiner abendlichen Videobotschaft erklärte der Präsident, dass bereits genehmigte Vergeltungsaktionen umgesetzt würden. Er nannte als Beispiel einen nächtlichen Angriff auf eine große Ölraffinerie in der zentralrussischen Stadt Ryazan, bei dem Explosionen offenbar einen großen Brand auslösten; die ukrainische Führung wertete den Schlag als Teil einer umfangreichen, langreichweitigen Drohnenoffensive.

Die Offensivmaßnahmen gegen russische Energieinfrastruktur folgten drei Tagen intensiver russischer Angriffe auf ukrainische Städte, in deren Verlauf neben Kiew auch andere Regionen mit Raketen und Drohnen beschossen worden seien. Die Regierung in Kiew stellte die Gegenangriffe als direkte Antwort auf die tödlichen Angriffe dar und betonte die Notwendigkeit, die Bevölkerung künftig besser zu schützen sowie die eigenen militärischen Fähigkeiten zur Abschreckung und Verteidigung zu nutzen.

Gleichzeitig wies Selenskyj die wiederholten Angriffe auf ukrainische Zivilisten als zentralen Grund für die verschärfte Reaktion hin. Die anhaltenden Beschusswellen haben nach Angaben der Behörden erhebliche zivile Verluste verursacht und in der Bevölkerung große Betroffenheit ausgelöst. Die jüngsten Entwicklungen könnten die Dynamik diplomatischer Bemühungen um eine Deeskalation beeinflussen, heißt es in der Berichterstattung.