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Merz: Putin setzt auf Eskalation — Kiew von massiver Angriffswelle schwer getroffen

Tausende Drohnen, Tote und beschädigte Infrastruktur: EU‑Vertreter sehen russische Offensive als Zeichen gegen Verhandlungsbereitschaft.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Merz: Putin setzt auf Eskalation — Kiew von massiver Angriffswelle schwer getroffen
Nach Angaben deutscher Spitzenpolitiker und ukrainischer Stellen sprechen die Angriffe eine andere Sprache als Putins Signale eines Kriegsendes.

Nach Angaben deutscher Regierungskreise und ukrainischer Behörden hat eine großangelegte russische Angriffswelle die ukrainische Hauptstadt Kiew und weitere Regionen erheblich getroffen. Bundeskanzler Friedrich Merz wertete die Angriffe als gezielte Eskalation Russlands und widersprach damit der Darstellung eines unmittelbar bevorstehenden Kriegsendes. Er bekräftigte zugleich, Europa entscheide selbst, wer als Vermittler infrage komme.

Zugleich meldeten Rettungsdienste in Kiew mindestens 16 Tote, darunter zwei Kinder; landesweit wurden für den Zeitraum der Offensive mindestens 22 zivile Todesopfer genannt. In der Hauptstadt rief Bürgermeister Vitali Klitschko einen Trauertag aus. Ukrainische Behörden berichteten von umfangreichen Schäden an Wohngebäuden und kritischer Infrastruktur; Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von Hunderten beschädigter Einrichtungen, darunter mehr als fünfzig Wohnhäuser.

Infrastruktur und Energieversorgung gerieten mehrfach ins Visier der Angriffe, wodurch es in elf Regionen zu Stromausfällen kam, teilte das Energieministerium mit. Daneben seien Häfen in der Südukraine, darunter Anlagen in der Region Odessa, sowie Bahnstrecken beschädigt worden. In Charkiw wurden Dutzende Menschen verletzt, darunter Kinder, nachdem dort zivile Infrastruktur getroffen worden sei.

Ein zentrales Merkmal der Offensive war der großflächige Einsatz unbemannter Flugkörper. Selenskyj nannte mehr als 1.500 gestartete Drohnen seit Beginn des Angriffszeitraums; die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) registrierte über 160 UAV‑Flüge in der Nähe mehrerer ukrainischer Kernkraftwerke. Gleichzeitig warnte die IAEA vor gesteigerter militärischer Aktivität rund um die Anlagen in Khmelnitsky, Rivne, der Südukraine sowie dem Tschornobyl‑Gelände und forderte zur Zurückhaltung auf.

Merz betonte, die Angriffe widersprächen der Sprache eines Kriegsendes und unterstrich die Bereitschaft Kiews und seiner Partner zu Verhandlungen über einen gerechten Frieden. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Europa eigenständig entscheide, welche Akteure als Vermittler akzeptabel seien. Unterdessen waren mehr als 1.500 Rettungskräfte landesweit im Einsatz, um die Folgen der Welle zu bewältigen, heißt es in den Berichten.