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Zelenskyj kündigt Vergeltung für tödliche russische Angriffe an – verweist auf ukrainischen Schlag gegen Raffinerie

Nach dreitägigen russischen Angriffen kündigte Präsident Wolodymyr Zelenskyj Vergeltungsmaßnahmen an; die ukrainischen Streitkräfte nannten einen nächtlichen Schlag gegen eine Raffinerie in Ryazan.

The Guardian 2 Min Lesezeit
Titelbild: Zelenskyj kündigt Vergeltung für tödliche russische Angriffe an – verweist auf ukrainischen Schlag gegen Raffinerie
  • Zelenskyj erklärte, Vergeltungsaktionen seien genehmigt worden
  • das Militär sprach von einem nächtlichen Angriff auf eine Ölraffinerie in der zentralrussischen Stadt Ryazan.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Zelenskyj hat die Ukraine Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland eingeleitet, nachdem eine dreitägige Welle von Angriffen zahlreiche Tote und Verletzte gefordert hatte. Bei einem Raketenangriff auf ein Wohngebäude in Kiew kamen 24 Menschen ums Leben, darunter drei Kinder; Zelenskyj legte rote Rosen am Trümmerfeld nieder und betonte, Angriffe mit zivilen Opfern würden nicht ohne Reaktion bleiben.

Im Mittelpunkt stünden nach seinen Worten Entscheidungen, die nach Beratungen mit Militär- und Nachrichtendienstchefs getroffen worden seien; Vergeltungsaktionen seien bereits genehmigt worden. In seiner nächtlichen Ansprache verwies der Präsident auf einen Angriff in der zentralrussischen Stadt Ryazan, den das ukrainische Militär als Teil einer Reihe von Langstreckenoperationen bezeichnete. Russische Stellen meldeten in der Folge ein großes Feuer in einer örtlichen Ölraffinerie.

Zugleich gehörte die Attacke auf die Raffinerie zu einem umfangreicheren Drohnen- und Langstreckenangriff, der mehrere Regionen in Russland traf. Diese Operationen folgten auf die schweren russischen Raketen- und Drohnenangriffe gegen die Ukraine, die sich über drei Tage erstreckten. Die Eskalation steht im Kontrast zu jüngeren Äußerungen über eine mögliche Annäherung an ein Kriegsende.

Daneben wurde hervorgehoben, dass Angriffe auf russische Energieinfrastruktur seit Beginn des Jahres zugenommen hätten. Russische Stellen in sozialen Medien berichteten von einer Verdopplung der angegriffenen Raffinerien; die Berichte stellen diese Entwicklung als belastend für Russlands Ölproduktion und Haushaltslage dar. Demnach habe die Kampagne Auswirkungen über taktische Ziele hinaus.

Unterdessen zeichnet sich auch eine wachsende humanitäre Krise in der Ukraine ab: Die Weltgesundheitsorganisation meldete einen deutlichen Anstieg psychischer Belastungen in der Bevölkerung. Fachleute warnten vor weitreichenden Folgen von Angst, Stress und Schlafstörungen, die langfristig die Gesellschaft prägen könnten.