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Lululemon senkt Jahresziele und warnt vor anhaltenden Rückgängen nach negativen Medienreaktionen

Der Sportbekleidungshersteller senkt Umsatz- und Ergebnisziele für 2026 und gibt einen deutlich schwächeren Quartalsausblick; Nordamerika bleibt Hauptproblem.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Lululemon senkt Jahresziele und warnt vor anhaltenden Rückgängen nach negativen Medienreaktionen
  • Lululemon kürzt Prognosen nach negativer Berichterstattung und enttäuschenden Produkteinführungen
  • Aktie reagiert mit deutlichem Rückgang.

Die Kernentwicklung: Lululemon hat seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 nach unten korrigiert und für das laufende Quartal einen deutlich schwächeren Ausblick vorgelegt. Als Gründe nennt das Management negative Medienberichterstattung und Produktstarts, die nicht die erwartete Kundennachfrage erzeugt hätten; beides habe sich spürbar auf den Kundenverkehr und die Umsätze ausgewirkt. In der Folge wurde die Jahresprognose für Umsatz und Ergebnis je Aktie deutlich reduziert.

Im Detail rechnet das Unternehmen nun für das Fiskaljahr 2026 mit einem Umsatz zwischen 11,00 und 11,15 Milliarden US-Dollar, nach zuvor 11,35 bis 11,50 Milliarden Dollar. Die Ergebnisprognose je Aktie wurde auf 10,95 bis 11,15 Dollar gesenkt, nach einer früheren Spanne von 12,10 bis 12,30 Dollar. Für das aktuelle Quartal nennt Lululemon Umsatzerwartungen von 2,45 bis 2,48 Milliarden Dollar und eine Ergebnisprognose je Aktie von 1,76 bis 1,81 Dollar, beides deutlich unter den Markterwartungen.

Die Zahlen des ersten Geschäftsquartals zeigen ein uneinheitliches Bild: Auf bereinigter Basis übertraf Lululemon die revidierten Markterwartungen leicht, mit einem Ergebnis je Aktie von 1,69 Dollar gegenüber erwarteten 1,68 Dollar und einem Umsatz von 2,47 Milliarden Dollar statt der erwarteten 2,43 Milliarden. Zugleich sank das Nettoergebnis auf 195 Millionen Dollar nach 314,6 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt stiegen die Umsätze um rund 4 Prozent; die vergleichbaren Umsätze verbesserten sich insgesamt um 1 Prozent.

Regional zeichnen sich klare Unterschiede ab. In Nordamerika, der wichtigsten Absatzregion, fielen die vergleichbaren Umsätze um 5 Prozent und verzeichneten damit den fünften Rückgang in Folge. Dagegen legte das internationale Geschäft deutlich zu: Die Umsätze außerhalb Nordamerikas stiegen um 22 Prozent, die vergleichbaren Umsätze international um 13 Prozent. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen weiterhin einen Rückgang in Nordamerika im niedrigen zweistelligen Prozentbereich und rechnet mittelfristig mit einem deutlichen, wenn auch moderateren Rückgang.

Reaktion und Gegenmaßnahmen: Die Aktie gab in nachbörslichen Geschäften deutlich nach und verlor zeitweise rund 11 Prozent. Das Management kündigte an, mit erhöhter Dringlichkeit Maßnahmen zur Wiederbelebung des Geschäfts, insbesondere in Nordamerika, zu ergreifen und die Produktstrategien zu überarbeiten. Konkrete operative Schritte wurden in der Mitteilung nur allgemein umrissen; das Unternehmen betont jedoch, dass es aktiv an Anpassungen arbeitet, um das Momentum wiederherzustellen.