Mann in einem der ‚schrecklichsten, berüchtigtsten Cold Cases‘ nach mehr als 30 Jahren festgenommen
Ein 64-Jähriger wurde in Arizona festgenommen; Ermittler verknüpfen moderne DNA-Analyse mit historischen Beweisen und bringen ihn mit dem Mord an Cindy Wanner 1991 in Verbindung.
- Ermittler sehen einen DNA-Anhalt als Schlüsselfund zur Aufklärung des 1991 verübten Mordes
- Angehörige hoffen auf Gerechtigkeit und Abschluss.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden wurde James Lawhead am 24. April in der Einfahrt seines Hauses in Arizona festgenommen. Der 64-Jährige steht im Verdacht, im November 1991 die damals 35-jährige Cindy Wanner entführt und später ermordet zu haben. Die Festnahme folgte auf einen DNA-Anhalt, mit dem moderne forensische Analyse historische Beweismittel mit neuen Ermittlungsansätzen verknüpfte.
Im Mittelpunkt stand der langjährige ungeklärte Fall aus Granite Bay nördlich von Sacramento: Wanner verschwand am 25. November 1991 aus dem Haus ihrer Schwester. Ihr Ehemann fand kurz darauf das gemeinsame Kleinkind allein und angeschnallt auf einem Hochstuhl; rund drei Wochen später entdeckten Suchende Wanners Leiche etwa 40 Meilen entfernt in einem abgelegenen Waldstück. Die Todesursache wurde als Strangulation festgestellt.
Nach dem Schritt, der zur Festnahme führte, nutzten Ermittler unter anderem Führerscheinfotos und weitere staatliche Daten für einen Bildabgleich, der entscheidende Hinweise lieferte. Bei einer Durchsuchung der Wohnräume in Arizona beschlagnahmten die Behörden Bargeld und ein Wegwerfhandy. Lawhead wird mittlerweile wegen Mordes und Entführung angeklagt; seine Schwester wurde in Zusammenhang mit dem Fall festgenommen und wegen Beihilfe in Haft genommen.
Zugleich hoben Staatsanwälte und Polizeivertreter bei der Vorstellung der Ermittlungsergebnisse die Bedeutung moderner forensischer Techniken für die Aufklärung alter Fälle hervor. Angehörige der Getöteten äußerten die Hoffnung, dass die Festnahme und die bevorstehenden Verfahren zur Klärung der Tatumstände und zur Herstellung von Rechtsfrieden beitragen werden. Ermittler sagten, man habe in den vergangenen Jahren wiederholt nach dem Verdächtigen gesucht und sei kurz davor gewesen, die Öffentlichkeit um Hinweise zu bitten, bevor der entscheidende Spurenausgleich gelang.