Zwölf Tote bei Absturz eines Privatflugzeugs in Missouri – elf Fallschirmspringer
Ein einmotoriges Turboprop-Flugzeug stürzte kurz nach dem Start vom Butler Memorial Airport ab; alle zwölf Insassen kamen ums Leben.
- Ein Flugzeug des Typs Pacific Aerospace P750XL, eingesetzt für Fallschirmsprünge, verunglückte beim Start
- FAA und NTSB leiten Ermittlungen ein.
Die Kernentwicklung: Zwölf Menschen starben, als ein einmotoriges Turboprop-Flugzeug kurz nach dem Start vom Butler Memorial Airport in Missouri abstürzte. An Bord befanden sich demnach elf Fallschirmspringer und der Pilot. Das Flugzeug machte nach dem Abheben eine Linkskurve und kehrte offenbar um, bevor es nahe der Business 49 Highway aufschlug und in Brand geriet.
Im Mittelpunkt der Einsatzmaßnahmen standen Feuerwehr und Rettungskräfte, die das Feuer an der Absturzstelle löschten und die Umgebung sicherten. Die Absturzstelle wies schwere Zerstörungen auf; Videos in sozialen Medien zeigten ein stark beschädigtes Wrack auf einer Grasfläche mit aufsteigenden Rauchfahnen. Einsatzkräfte durchsuchten den Bereich unter dem Flugpfad und fanden keine Hinweise darauf, dass jemand vor dem Aufprall aus dem Flugzeug gesprungen war.
Der Betreiber des Flugzeugs wurde als Skydive Kansas City genannt; das verunglückte Modell ist eine Pacific Aerospace P750XL, ein Typ, der häufig für Fallschirmsprünge genutzt wird. Unterlagen der Luftfahrtbehörde weisen das Baujahr der Maschine mit 2010 aus. Digitale Flugaufzeichnungen zeigten, dass das Flugzeug in den Tagen vor dem Absturz mehrfach kurze Flüge unternommen hatte.
Mehrere Behörden reagierten auf den Unfall, darunter die Missouri State Highway Patrol, die Polizei von Butler, das Sheriff-Büro des Bates County sowie die Federal Aviation Administration. Die Nationale Behörde für Verkehrssicherheit wird die Untersuchung leiten; die FAA bestätigte den Absturz und wies darauf hin, dass am Ort zum Zeitpunkt des Unfalls keine Flugsicherung tätig war. Eine abschließende Klärung der Absturzursache wird voraussichtlich Monate dauern.
Daneben bleibt offen, was den Piloten zu dem Manöver veranlasste, das unmittelbar dem Absturz vorausging. Die NTSB weist üblicherweise auf einen Untersuchungszeitraum hin, der bis zur Veröffentlichung eines Abschlussberichts ein Jahr oder länger betragen kann. In früheren Untersuchungen hatte die Behörde bereits Bedenken über die Aufsicht von Fallschirmsprungbetreibern geäußert.
Zugleich werfen Augenzeugenberichte und Bildaufnahmen Fragen zu den Abläufen in den Minuten vor dem Unglück auf; die Ermittler werden nun Flugaufzeichnungen, Betriebsunterlagen und Zeugenaussagen auswerten, um den Hergang zu rekonstruieren und mögliche Sicherheitslehren zu ziehen.