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Mercedes‑Benz verkauft Niederlassung Berlin‑Brandenburg an Global Auto Holdings

Sieben Autohäuser und mehr als 1.100 Beschäftigte gehen an den britischen Händler Global Auto Holdings; Abschluss steht unter Kartellvorbehalt und ist für Ende des Jahres geplant.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Mercedes‑Benz verkauft Niederlassung Berlin‑Brandenburg an Global Auto Holdings
Mercedes fährt den Verkauf seiner deutschen Niederlassungen weiter fort: Berlin‑Brandenburg ist die jüngste Übertragung an einen internationalen Händler.

Nach Angaben des Unternehmens verkauft Mercedes‑Benz seine konzerneigene Niederlassung Berlin‑Brandenburg an die in Großbritannien ansässige Global Auto Holdings (GAHL). Betroffen sind demnach fünf Autohäuser in Berlin und zwei in Brandenburg; in der Niederlassung sind mehr als 1.100 Beschäftigte tätig. Die Mitteilung nennt die betroffenen Standorte und die Zahl der Beschäftigten ohne weitere Details zur Personalplanung.

Die Transaktion, die Mercedes am Dienstagabend bestätigte, steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Der Konzern strebt an, die Übertragung bis Ende dieses Jahres abzuschließen. GAHL betreibt bereits seit Jahren Mercedes‑Betriebe in Großbritannien und den USA, wodurch sich das Netzwerk des Händlers im Mercedes‑Umfeld weiter ausdehnt.

Nach dem Schritt verdeutlicht der Verkauf die Fortsetzung eines im vergangenen Jahr begonnenen Prozesses: Mercedes hatte 2024 angekündigt, seine rund 80 Niederlassungen in Deutschland zu prüfen. Damals waren nach Unternehmensangaben etwa 8.000 Beschäftigte betroffen. Auf Proteste aus den Belegschaften folgte eine Einigung mit dem Gesamtbetriebsrat, die zentrale Rahmenbedingungen für mögliche Betriebsübergänge festlegt. Konkrete Aussagen zur Beschäftigungs‑ oder Sozialplanung für die Mitarbeitenden in Berlin‑Brandenburg nannte das Unternehmen bislang nicht.

Gleichzeitig bleiben kaufpreisbezogene Details und Vertragsmodalitäten offen: Mercedes‑Benz machte in seiner Mitteilung weder Angaben zum Kaufpreis noch zu den konkreten Vertragsbedingungen oder zu den Erwartungshaltungen im laufenden kartellrechtlichen Verfahren. Ob sich durch die Übertragung Veränderungen bei Kunden‑ und Serviceangeboten an den einzelnen Standorten ergeben werden, wurde ebenfalls nicht mitgeteilt.

Zugleich setzt Mercedes den Pfad fort, den das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr eingeschlagen hatte: Neben der jetzt angekündigten Übertragung an GAHL waren zuvor unter anderem Niederlassungen in Neu‑Ulm sowie weitere Standorte veräußert oder zum Verkauf angeboten worden. Anfang dieses Jahres seien zudem Verträge für mehrere weitere Niederlassungen unterzeichnet worden, heißt es in der Mitteilung.

Daneben bleibt abzuwarten, wie schnell die kartellrechtliche Prüfung der aktuellen Transaktion verläuft und welche Folgen der Verkauf für die Beschäftigten und das regionale Angebot an Mercedes‑Leistungen haben wird. Mercedes und GAHL halten sich zu operativen Details bisher zurück.