Mindestens vier Tote bei ukrainischer Drohnenoffensive gegen Regionen Russlands
Welle von knapp 600 Drohnen traf rund 14 Regionen, Krim und angrenzende Meere; russische Luftabwehr meldet hunderte Abschüsse
Nach Angaben russischer Behörden und regionaler Verwaltungen hat eine groß angelegte ukrainische Drohnenoffensive in der Nacht mindestens vier Menschen in Russland getötet und Dutzende verletzt. Die Angriffe hätten sich über etwa 14 Regionen erstreckt und seien auch auf die Krim sowie angrenzende Gewässer gerichtet gewesen; besonders hart getroffen wurde demnach das Gebiet um die Hauptstadt.
Im Mittelpunkt der amtlichen Berichte steht die russische Darstellung umfangreicher Abschüsse: Demnach hätten Luftabwehrkräfte in der Nacht 556 Drohnen zerstört und danach weitere rund 30 Einheiten neutralisiert. In der Region Moskau seien drei Menschen ums Leben gekommen, darunter eine Frau in Khimki, wo ein Wohnhaus getroffen worden sei. In der Grenzregion Belgorod wurde ein weiterer Todesfall gemeldet, nachdem eine Drohne einen Lastwagen getroffen habe.
Inzwischen bestätigten ukrainische Stellen die Angriffe. Der ukrainische Präsident erklärte, die eingesetzten Drohnen hätten Strecken von mehr als 500 Kilometern zurückgelegt und demonstrierten, dass ukrainische Kräfte russische Luftabwehrsysteme überwinden könnten. Er stellte die Aktionen als Reaktion auf frühere russische Angriffe dar und sagte, sie hätten das Ziel, die Fähigkeit Russlands zur Fortführung des Krieges zu verringern.