JKCM News
Startseite
Europa

Mindestens vier Tote in Russland nach ukrainischer Großoffensive mit fast 600 Drohnen

Russische Behörden melden mindestens vier Tote und Dutzende Verletzte nach einer nächtlichen Drohnenwelle von fast 600 Flugkörpern über 14 Regionen, die Krim sowie das Schwarze und Asowsche Meer.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Mindestens vier Tote in Russland nach ukrainischer Großoffensive mit fast 600 Drohnen
  • Die Angriffe trafen vor allem die Gegend um Moskau
  • russische Luftabwehr spricht von hunderten Abschüssen.

Nach Angaben russischer Behörden hat eine der bislang größten gemeldeten Drohnenoffensiven in der Nacht mindestens vier Menschenleben gefordert und mehrere Dutzend weitere verletzt. Die Angriffe seien über 14 Regionen, die Krim sowie das Schwarze und das Asowsche Meer geflogen worden. Besonders schwer betroffen worden sei das Gebiet um Moskau, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Zugleich meldeten die Behörden, dass die Luftabwehr 556 Drohnen abgeschossen habe; weitere 30 seien nach Tagesanbruch noch neutralisiert worden. In der Moskauer Region seien drei Menschen getötet worden: Eine Frau starb, als ihr Wohnhaus in Khimki getroffen wurde, und zwei Männer kamen in Pogorelki ums Leben, nachdem Trümmer auf einer Baustelle gefallen seien. In der Region Belgorod sei ein weiterer Todesfall registriert worden.

Im Mittelpunkt der Angriffe stand die russische Hauptstadt und ihr Umland, wo nach Angaben des Bürgermeisters mehr als 80 Drohnen abgefangen worden seien. In Moskau seien zwölf Menschen verletzt worden; örtliche Behörden meldeten vereinzelte Sachschäden durch herabfallende Trümmer. Bei einem Industrieobjekt in der Nähe einer Öl- und Gasanlage wurden Bauarbeiter verletzt, zudem seien drei dortige Wohnhäuser beschädigt worden. Die Produktion der Raffinerie habe demnach jedoch nicht gelitten.

Nach dem Schritt bestätigte die ukrainische Führung die Attacken und erklärte, Drohnen hätten Entfernungen von mehr als 500 Kilometern zurückgelegt. Die ukrainische Sicherheitsbehörde SBU nannte gezielte Treffer auf eine Raffinerie und zwei Pumpstationen in der Nähe von Moskau und bewertete die Schläge als Maßnahme zur Verringerung der militärischen Fähigkeiten des Gegners. Russland und die Ukraine hatten sich nach einem kürzlich verhängten dreitägigen Waffenstillstand gegenseitig beschuldigt und setzten die Angriffe danach fort.

Inzwischen teilte das regionale Krisenmanagement mit, dass unter den Toten mindestens ein indischer Staatsangehöriger sei. Rettungskräfte durchsuchten weiter Trümmerfelder nach möglichen weiteren Opfern. Flughafensbetreiber in Moskau berichteten, dass Drohnenreste innerhalb des Perimeters von Sheremetyevo gefallen seien, ohne dass es dort zu Schäden gekommen sei.

Daneben wiesen Behörden darauf hin, dass Regionen weit jenseits der Hauptstadt betroffen waren: Die Welle zog sich über 14 Verwaltungsbezirke, die Krim sowie das Schwarze und das Asowsche Meer. Lokale Stellen berichteten von beschädigten Wohnhäusern und Infrastruktur, während die Luftabwehr in mehreren Gebieten aktiv war und weitere Felder nach möglichen Treffern durchsuchte.