Muslimische Gemeinde von San Diego öffnet nach tödlichem Angriff wieder – Sicherheitsmann gilt als Lebensretter
Das Islamic Center of San Diego hat wieder geöffnet und empfängt Gemeindemitglieder sowie Außenstehende, während Trauer, psychologische Betreuung und Sicherheitsfragen die Gemeinde bestimmen.
Nach Angaben örtlicher Berichte hat das Islamic Center of San Diego (ICSD) seine Türen wieder geöffnet, um Angehörige zu betreuen und die Gemeinde zusammenzubringen, zwei Tage nach einem Angriff auf das Gotteshaus und die angeschlossene Schule. Bei der Tat starben mindestens drei Menschen; die Schüsse setzten das Zentrum und die benachbarte Grundschule in Schock und Trauer. Mitarbeiter und Ehrenamtliche organisieren nun Besucherempfang, Trauerbegleitung und erste Hilfsangebote für Familien und Zeugen.
Neben Abdullah kamen Mansour Kaziha, der Manager des Moscheeladens, und Nader Awad ums Leben; ersterer arbeitete im Zentrum, letzterer war nach Angaben vor Ort herbeigerannt, als er die Schüsse hörte. Die Tat wird als Hassverbrechen untersucht. Polizei und Rettungskräfte evakuierten Schülerinnen und Schüler, versorgten Verletzte und ermöglichten die sichere Rückführung der Familien. Viele Betroffene berichten von Schlafstörungen und anhaltenden Traumafolgen; psychosoziale Hilfe wurde als vordringliches Angebot benannt.
Die ICSD ist die größte Moschee im County und betreibt eine Grundschule von der Vorschule bis zur dritten Klasse. Gemeindevertreter betonten die lange Tradition des Hauses, das über Jahrzehnte als offenes, nachbarschaftlich vernetztes Zentrum fungierte und zahlreiche interreligiöse Beziehungen aufgebaut hat. Der heutige Imam und Direktor, der Anfang des Jahrhunderts in die USA kam, habe das Profil der Institution durch Outreach und Zusammenarbeit mit örtlichen Stellen kontinuierlich ausgebaut.
Gleichzeitig arbeitet die Gemeinde nun an konkreten Unterstützungsmaßnahmen für die Hinterbliebenen und traumatisierten Kinder. Religiöse Autoritäten und zivilgesellschaftliche Gruppen kündigten Begleitung, Beratungsangebote und Gedenkhandlungen an; ein Fokus liegt auf psychologischer Stabilisierung und der Absicherung des Schulbetriebs. Die strafrechtliche Aufklärung und mögliche rechtliche Schritte gegen die Tatverdächtigen stehen noch aus und werden die nächsten Schritte der Ermittler bestimmen.