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NASA bestellt Landefahrzeuge, Buggies und Drohnen für erste Phase eines Mondstützpunkts

Agentur vergibt Hunderte Millionen Dollar an US-Firmen für Lieferung robotischer Systeme und Lander vor bemannten Mondmissionen

AP 2 Min Lesezeit
Titelbild: NASA bestellt Landefahrzeuge, Buggies und Drohnen für erste Phase eines Mondstützpunkts
  • Blue Origin soll zwei Landefahrzeuge liefern, Firefly Aerospace übernimmt erste Drohnen
  • die Hardware soll idealerweise vor der ersten bemannten Landung 2028 eintreffen.

Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde hat NASA in der ersten Phase ihres geplanten Mondstützpunkts umfangreiche Verträge vergeben und bestellt bereits Lander, Rover und Drohnen. Die Vereinbarungen umfassen Aufträge in der Größenordnung von mehreren hundert Millionen Dollar und gingen an vier US-Unternehmen, die für die Auslieferung der benötigten robotischen Systeme zuständig sein sollen.

Im Mittelpunkt der Vergaben steht Blue Origin, das zwei Landefahrzeuge bereitstellen soll, mit denen sogenannte Moon-Buggies zur Oberfläche transportiert werden. Die für die Lunar Terrain Vehicles vorgesehenen Buggies sollen von den Firmen Astrolab und Lunar Outpost gebaut werden. Daneben erhielt Firefly Aerospace den Auftrag, die ersten Drohnen für den Erdtrabanten zu liefern; das Unternehmen hatte im Vorjahr bereits eine erfolgreiche Mondlandung realisiert.

Nach dem Schritt plant NASA, die unbemannten Systeme idealerweise vor der ersten bemannten Landung der Artemis-Crew vor Ort zu haben, die frühestens 2028 anvisiert ist. Zugleich bereitet die Behörde die Folgeoperationen der Artemis-Reihe vor: Nach dem bemannten Vorbeiflug von Artemis II im April sollen für Artemis III Übungsszenarien stattfinden, bei denen die Orion-Kapsel das Andocken an Umlaufbahnsysteme mit den für Besatzungen entwickelten Landern erprobt wird. Zu diesen Landern zählen neben Blue Origin auch Systeme von SpaceX.

Inzwischen sieht die NASA ihre Entwicklung des Mondstützpunkts in drei Phasen: Die zweite Phase, geplant für 2029 bis in die frühen 2030er Jahre, soll mit dem Aufbau permanenter Infrastruktur beginnen, darunter ein Stromnetz. Für die dritte Phase peilt die Behörde an, irgendwann in den 2030er Jahren spezialisierte, dauerhafte Habitate bereitzustellen, die längere Aufenthalte von Besatzungen ermöglichen. Der zuständige Programmverantwortliche zeichnete die Vision eines weitläufigen Geländes, dessen Ecken durch Drohnenposten markiert werden, und betonte zugleich Zielsetzungen wie die Förderung einer lunarwirtschaftlichen Aktivität sowie die Vorbereitung künftiger Marsmissionen.