NASA vergibt Hunderte Millionen Dollar für Landegeräte, Mondbuggys und Drohnen als ersten Schritt zum Mondstützpunkt
Die US‑Weltraumbehörde hat vier Verträge für Lander, Mondbuggys und Drohnen vergeben; die Hardware soll idealerweise vor den geplanten bemannten Landungen 2028 auf dem Mond sein.
Nach Angaben der NASA hat die Agentur in einer ersten Vergaberunde Hunderte Millionen Dollar an Verträge vergeben, um die Grundlagen für eine weitläufige Mondbasis zu legen. Die Mittel fließen an vier US‑Unternehmen, die Landegeräte, Mondfahrzeuge und Drohnen liefern sollen; die Auslieferung der Hardware ist idealerweise vor der ersten geplanten bemannten Landung zu sehen, die für frühestens 2028 anvisiert wird.
Im Mittelpunkt der Aufträge stehen zwei Landegeräte von Blue Origin, die dazu bestimmt sind, sogenannte lunar terrain vehicles auf die Oberfläche zu bringen und abzustellen. Die mobilen Mondbuggys selbst sollen von den Firmen Astrolab und Lunar Outpost gefertigt werden. Ergänzt wird das Paket durch Aufträge an Firefly Aerospace, das die ersten unbemannten Fluggeräte für Einsätze auf dem Mond liefern soll; Firefly hatte im vergangenen Jahr bereits eine erfolgreiche Mondlandung absolviert.
Zugleich verknüpft die Agentur diese Beschaffungen mit dem Zeitplan der Artemis‑Missionen. Für Mitte 2027 ist die Artemis‑III‑Mission vorgesehen, in deren Rahmen das Andocken der Orion‑Kapsel mit den für bemannte Einsätze entwickelten Landern erprobt werden soll. Die im April absolvierte Artemis‑II‑Mission, bei der vier Astronauten einen Vorbeiflug um den Mond durchführten, gilt als technisches Zwischenziel auf dem Weg zu den bemannten Landungen.
Daneben betonte NASA‑Administrator Jared Isaacman die Absicht, mit territorialen Markierungen Rücksicht auf andere Raumfahrzeuge und Ausrüstungen zu nehmen und auf Gegenseitigkeit zu setzen. Er unterstrich außerdem die wirtschaftlichen Zielsetzungen: Die Basis solle wissenschaftliche Forschung ermöglichen, eine lunare Ökonomie anstoßen und Grundlagen für spätere Marsmissionen legen.
Inzwischen wertet die Agentur die nun vergebenen Aufträge als Übergang von Demonstrationsflügen und Einzelmissionen hin zu konkreten Lieferungen für den Aufbau einer dauerhafteren Präsenz. Konkrete Liefertermine einzelner Komponenten nannte die NASA nicht über die bestehenden zeitlichen Zielvorgaben für Artemis‑III und die erste bemannte Landung hinaus.