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OpenAI fordert Kalifornien und Delaware zur Untersuchung von Musks angeblichem wettbewerbswidrigem Verhalten auf

Kurz vor dem Prozessbeginn fordert OpenAI Ermittlungen in Kalifornien und Delaware gegen Elon Musk und dessen Umfeld wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: OpenAI fordert Kalifornien und Delaware zur Untersuchung von Musks angeblichem wettbewerbswidrigem Verhalten auf
OpenAI hat die Generalstaatsanwälte von Kalifornien und Delaware aufgefordert, mögliche unlautere Wettbewerbspraktiken von Elon Musk und mit ihm verbundenen Personen zu prüfen.

Nach Angaben von OpenAI hat das Unternehmen den Generalstaatsanwälten von Kalifornien und Delaware in Schreiben dargelegt, es gebe Hinweise auf mutmaßlich unlauteres und wettbewerbswidriges Verhalten durch Elon Musk und sein Umfeld. Die Initiative erfolgte wenige Wochen vor dem angesetzten Prozess, dessen Jury-Auswahl am 27. April beginnen soll.

Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht nach Unternehmensangaben ein gezielter Versuch, OpenAI zu schädigen. Jason Kwon, OpenAIs Leiter für Strategie, beschuldigte Musk, koordinierte Angriffe gegen das Unternehmen zu führen und dabei mit Akteuren aus der Tech-Branche zusammenzuarbeiten. Kwon warnte, derartige Aktionen könnten die Entwicklung einer sicheren künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) gefährden.

Nach dem Schritt, die Schreiben zu verfassen, verknüpft OpenAI diese Anschuldigungen mit einem Bericht, wonach Musk und mit ihm verbundene Personen umfangreiche Recherchen über OpenAI‑Chef Sam Altman betrieben hätten. Diese Recherche habe unter anderem Bewegungsdaten und weitere persönliche Informationen umfasst; OpenAI stellt sie in einen Kontext mit früheren Fällen, in denen nach Unternehmensangaben Desinformations‑ und Belästigungsstrategien angewendet worden seien.

Zugleich weist OpenAI darauf hin, dass Musk nach seinem Weggang aus der Organisation 2018 ein konkurrierendes Unternehmen gegründet hat und später zivilrechtliche Schritte gegen OpenAI eingeleitet hat. In dem aktuellen Schreiben an die Justizbehörden nennt das Unternehmen mögliche Sicherheits‑ und Wettbewerbsrisiken, sollten sich die beschriebenen Maßnahmen als zutreffend erweisen und fortbestehen.

Daneben betont OpenAI, es gehe nicht nur um einzelne Vorfälle, sondern um ein Muster, das langfristige Auswirkungen auf die Führungsrolle und die Wahrung von Sicherheitsprinzipien in der AGI‑Entwicklung haben könne. Die Forderung nach Ermittlungen ist damit als eine Eskalation in der Auseinandersetzung zwischen OpenAI und einem seiner früheren Mitgründer zu lesen, die wenige Wochen vor Prozessbeginn erfolgt.

Unterdessen lagen zum Zeitpunkt der Mitteilung keine Stellungnahmen von Musk oder Vertretern seines Familienbüros vor. Die Aufforderung an die Generalstaatsanwälte markiert eine weitere juristische und öffentliche Zuspitzung eines Konflikts, der seit dem Austritt Musks aus der Organisation und der Gründung eines Konkurrenzunternehmens anhält.