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OpenAI will London zum größten Forschungsstandort außerhalb der USA ausbauen

OpenAI plant, London zum wichtigsten Forschungsstandort außerhalb der USA zu machen und will damit Entwicklung, Infrastrukturarbeit und Talentgewinnung für neue AI‑Systeme in Großbritannien ausweiten.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: OpenAI will London zum größten Forschungsstandort außerhalb der USA ausbauen
  • OpenAI will London als größten Research‑Hub außerhalb der USA ausbauen; konkrete Investitions- und Einstellungszahlen wurden zunächst nicht genannt.
  • Das Unternehmen beschäftigt in London derzeit über 30 Mitarbeitende; die europäische Zentrale bleibt in Dublin.
  • Als Gründe nennt OpenAI die britische Tech‑Szene, führende Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen sowie ein starkes Talent‑Ökosystem.
  • Die Expansion passt zur britischen Strategie, mehr AI‑Forschung und -Wertschöpfung im Land zu verankern und internationale Entwickler anzuziehen.
  • OpenAI hat sein London‑Office 2023 als ersten Standort außerhalb der USA eröffnet und seither Partnerschaften mit britischen Behörden ausgebaut.

OpenAI will London zum größten Forschungsstandort außerhalb der USA ausbauen. Damit setzt der Entwickler von ChatGPT in Europa stärker auf Großbritannien, sowohl für Forschung und Engineering als auch für die Arbeit an der Infrastruktur, die zum Training und Betrieb großer Modelle nötig ist. Details wie die Höhe der Investitionen oder die Zahl zusätzlicher Stellen wurden zunächst nicht beziffert; zugleich wird der Schritt als Signal im Wettbewerb um AI‑Talente in London verstanden.

London war für OpenAI der erste internationale Standort: Das Unternehmen eröffnete dort 2023 sein erstes Office außerhalb der USA und begründete den Schritt damals mit dem Anspruch, die eigene Forschungs‑ und Entwicklungsarbeit geografisch zu verbreitern und lokale Communities sowie Politik stärker einzubinden. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde London als Standort mit starkem Tech‑Ökosystem und hoher Talentdichte hervorgehoben, und es wurde der Aufbau von Teams in Research‑, Engineering‑ und Go‑to‑Market‑Funktionen angekündigt.

Nach Angaben aus dem Umfeld der aktuellen Ankündigung beschäftigt OpenAI in London inzwischen über 30 Mitarbeitende. Gleichzeitig bleibt die europäische Zentrale in Dublin. OpenAI betont für den Ausbau Londons die Kombination aus Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und der engen Verzahnung zwischen Forschung und Startup‑Ökosystem – Faktoren, die für die Entwicklung neuer AI‑Systeme und für die Skalierung auf Produktionsinfrastruktur entscheidend sind.

Der Ausbau fügt sich zudem in die jüngere UK‑Strategie von OpenAI ein. Im Oktober 2025 hatte das Unternehmen eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit der britischen Regierung beschrieben, darunter eine Vereinbarung mit dem Ministry of Justice zur Nutzung von ChatGPT in der Verwaltung sowie die Einführung einer UK‑Datenresidenz‑Option für bestimmte Produkte. In der gleichen Mitteilung wurde auch auf Schritte verwiesen, AI‑Kapazitäten und -Infrastruktur stärker in Großbritannien zu verankern, um Anwendungen mit lokalen Jurisdiktionsanforderungen zu unterstützen.

Für das britische Umfeld ist die Standortentscheidung ein Baustein der politischen Zielsetzung, mehr AI‑Wertschöpfung im Land zu halten – von Forschung über Produktentwicklung bis zu sicheren, nachvollziehbaren Deployments im öffentlichen und privaten Sektor. Für OpenAI bleibt die Herausforderung, Wachstum und Regulierung zugleich zu managen: Je stärker London als Research‑Hub skaliert, desto wichtiger werden Fragen nach Talentbindung, Governance, Datenhaltung und der Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen, während sich der Wettbewerb mit etablierten Playern im Londoner AI‑Cluster weiter verschärft.