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OpenAI will bei IPO Aktienanteil für Privatanleger vorsehen, sagt CFO

CFO Sarah Friar kündigt an, bei einem möglichen Börsengang einen Anteil der Aktien für Privatanleger vorzuhalten; OpenAI weist hohe Bewertung und umfangreiche Kapitalaufnahme aus.

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Titelbild: OpenAI will bei IPO Aktienanteil für Privatanleger vorsehen, sagt CFO
OpenAI registrierte bei jüngster Privatplatzierung starke Nachfrage von Kleinanlegern und will diesen Investoren beim IPO einen reservierten Anteil zugänglich machen.

Nach Angaben von OpenAI-CFO Sarah Friar plant das Unternehmen, bei einem möglichen Börsengang einen Teil der ausgegebenen Aktien gezielt für Privatanleger vorzubehalten. Friar sagte, OpenAI habe in der jüngsten Finanzierungsrunde Tests mit Retail-Investoren durchgeführt und dabei wirklich starke Nachfrage registriert, weshalb das Management sicherstellen wolle, dass Kleinanleger bei einem IPO nicht ausgeschlossen werden.

Im Mittelpunkt der Argumentation steht nach ihren Worten das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit in die Technologie. Friar verwies auf frühere Börsengänge von Konsumentenmarken, bei denen Programme Kleinanlegern erleichterten, Anteile zu erwerben, und hob hervor, dass eine breite Anteilseignerbasis zur Akzeptanz von Produkten wie ChatGPT beitragen könne. Konkrete Angaben zur Größe des für Privatanleger reservierten Blocks oder zur Wahl des Börsenplatzes machte sie jedoch nicht.

Nach dem Schritt, der jüngsten Privatplatzierung, bekräftigte Friar zugleich, dass OpenAI keine feste Zeitplanung für ein Listing genannt habe. Sie betonte aber, dass es für ein Unternehmen der Größe OpenAIs gute Hygiene sei, sich so aufzustellen, dass es wie ein börsennotiertes Unternehmen agieren könne. Nach Abschluss der Rekordfinanzierung wurde das Unternehmen zuletzt mit 852 Milliarden US-Dollar bewertet.

Zugleich erläuterte das Management die Zwecke der eingeworbenen Mittel. OpenAI plant erhebliche Investitionen in Rechenleistung und Infrastruktur und nennt dafür Ausgaben in dreistelliger Milliardenhöhe für Chips und Rechenzentren in den kommenden Jahren. Friar stellte dar, dass mehr Rechenkapazität ein zentrales Wettbewerbsargument sei und eine Börsennotierung den Zugang zu günstigeren Finanzierungsinstrumenten erleichtern könne.

Daneben zeichnete sich eine Verschiebung im Geschäftsmodell ab: Chief Revenue Officer Denise Dresser teilte mit, der Enterprise-Bereich trage derzeit rund 40 Prozent zum Umsatz bei und solle bis Ende 2026 auf Augenhöhe mit dem Privatkundengeschäft kommen. Diese Entwicklung unterstreicht nach Unternehmensangaben die wachsende Bedeutung von Unternehmenskunden für die Erlösbasis.

Gleichzeitig berichtete Friar von technischen Problemen bei einer der involvierten Banken während der Privatplatzierung: Als Investoren Zugang zu Finanzunterlagen erhielten, sei das System einer Bank kurzzeitig ausgefallen. Ursprünglich hatte OpenAI geplant, rund 1 Milliarde US-Dollar von Einzelinvestoren zu akquirieren; die Platzierung brachte schließlich das Dreifache dieses Betrags ein und stellte damit laut Unternehmen die größte Privatplatzierung für die beteiligten Banken dar.