Pentagon entlässt Marine‑Minister John Phelan – Unterstaatssekretär Hung Cao wird kommissarisch
Die Abberufung des zivilen Spitzenbeamten des US‑Marineministeriums erfolgt ohne namentlich genannte Begründung und fällt in eine Phase erhöhter Spannungen im Persischen Golf.
- John Phelan scheidet mit sofortiger Wirkung
- Unterstaatssekretär Hung Cao übernimmt interimistisch. Das Pentagon nennt keinen Grund.
Nach Angaben des Pentagon hat John Phelan sein Amt als Secretary of the Navy mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte die Personalentscheidung in einer schriftlichen Erklärung mit und erklärte, Phelan trete immediate effect aus der Verwaltung aus.
Im Mittelpunkt der Führungslücke steht Hung Cao: Der bisherige Unterstaatssekretär wird vorübergehend die Geschäfte des Marineministeriums übernehmen. In der offiziellen Mitteilung nannte das Pentagon keinen Grund für den abrupten Wechsel; unabhängige Meldungen sprechen von einer Entlassung, das Verteidigungsministerium selbst äußerte sich nicht weiter.
Nach dem Schritt, so auffällig, erfolgte die Ablösung nur einen Tag nachdem Phelan auf der jährlichen Marinekonferenz in Washington vor einer großen Gruppe von Soldaten und Vertretern der Rüstungsindustrie aufgetreten war und mit Journalisten über seine Agenda gesprochen hatte. Beobachter verweisen darauf, dass es sich um die jüngste von mehreren hochrangigen Personalveränderungen innerhalb des Pentagon handelt.
Zugleich hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth in den vergangenen Wochen bereits mehrere Spitzenbeamte der Streitkräfte entlassen, darunter den Generalstabschef der Army. Auch bei jenen Personalentscheidungen hatte das Pentagon keine ausführlichen öffentlichen Begründungen geliefert.
Daneben fällt die Entlassung in eine Phase erhöhter außenpolitischer Spannungen: Die US‑Marine ist gegenwärtig in Einsätze rund um den Persischen Golf eingebunden, was die strategische Bedeutung der Führungsposition zusätzlich betont. Konkrete Verknüpfungen zwischen dem Amtswechsel und militärischen Entscheidungen nannte das Pentagon nicht.