JKCM News
Startseite
Technologie

Polen führt Europas Reales Haushalts­einkommen 2025 an; Österreich und Finnland verlieren

OECD‑Daten zeigen breite Zunahme realer Haushalts­einkommen in Europa 2025; Polen verzeichnet den stärksten Anstieg, nur Österreich und Finnland melden Rückgänge.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Polen führt Europas Reales Haushalts­einkommen 2025 an; Österreich und Finnland verlieren
  • Von 16 untersuchten europäischen Ländern verzeichneten 14 im Jahr 2025 ein Plus beim realen Pro‑Kopf‑Haushaltseinkommen
  • Polen führte mit 4,1 Prozent, Österreich und Finnland wiesen Rückgänge auf.

Nach Angaben der OECD verzeichneten 14 der 16 betrachteten europäischen Länder 2025 ein Wachstum des realen Haushalts­einkommens pro Kopf gegenüber 2024. An der Spitze liegt Polen mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent und damit erneut dem stärksten Anstieg innerhalb der Auswertung, was auf eine spürbare Verbesserung der verfügbaren Einkommen der Haushalte hinweist.

Im Mittelpunkt der Entwicklung in Polen standen höhere Arbeitnehmerentgelte, die Rückgänge bei Sozialleistungen ausglichen und so das reale Einkommen beschleunigten. Auch andere Länder meldeten deutliche Zuwächse: Die Niederlande wuchsen um 2,3 Prozent, Portugal um 2,0 Prozent; Dänemark (1,9 Prozent), Griechenland (1,8 Prozent) und Spanien (1,5 Prozent) lagen ebenfalls deutlich im Plus.

Nach dem Schritt in Griechenland wirkten neben gestiegenen Löhnen auch höhere Nettoeinkünfte aus Vermögen stimulierend; gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit 2009. Belgien (1,4 Prozent), Ungarn (1,2 Prozent) und Schweden (1,2 Prozent) verzeichneten Zuwächse von jeweils mehr als einem Prozent und gehörten damit zu den stabilen Aufwärtsbewegungen im Datensatz.

Zugleich lagen mehrere große Volkswirtschaften nur knapp unter dem OECD‑Durchschnitt: Italien erreichte 0,8 Prozent, Czechia und das Vereinigte Königreich je 0,7 Prozent, Deutschland 0,6 Prozent. Frankreich wies mit 0,2 Prozent nur marginales Wachstum auf, was das vergleichsweise schwächere Abschneiden einiger Kernländer unterstreicht.

Inzwischen meldeten nur zwei Länder Rückgänge beim realen Haushalts­einkommen pro Kopf: Finnland fiel um 0,7 Prozent, Österreich um 1,8 Prozent. Für Finnland wurden als maßgebliche Faktoren langsameres Wirtschaftswachstum, steigende Arbeitslosigkeit, Kürzungen bei Sozialleistungen sowie höhere Steuern auf Einkommen und Vermögen genannt. Österreichs Rückgang stellt eine deutliche Wende gegenüber dem Vorjahr dar, als noch ein kräftiges Plus ausgewiesen worden war.

Daneben verzeichnete die OECD für 2025 insgesamt eine deutliche Verlangsamung: Das Wachstum des realen Haushalts­einkommens pro Kopf sank auf 0,8 Prozent nach 2,1 Prozent im Vorjahr. Nur vier der 16 Länder erreichten 2025 höhere Wachstumsraten als 2024; Belgien und Dänemark zeigten dabei die größten Verbesserungen im Jahresvergleich.