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Samsung-Aktie springt nach Aussetzung des 18-tägigen Streiks nach vorläufiger Einigung

Nach Vermittlung durch den Arbeitsminister einigen sich Samsung und die Gewerkschaft vorläufig auf Bonus- und Gewinnregelungen; Mitglieder stimmen Ende Mai ab

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Samsung-Aktie springt nach Aussetzung des 18-tägigen Streiks nach vorläufiger Einigung
  • Gewerkschaft setzt 18-tägigen Streik aus, Samsung-Aktien klettern mehr als sechs Prozent
  • Vereinbarung bleibt vorläufig.

Nach Angaben von Marktbeobachtern stiegen die Aktien von Samsung Electronics am Donnerstag um mehr als sechs Prozent, nachdem die Gewerkschaft einen für Mitte Mai geplanten 18-tägigen Streik kurz vor dessen Beginn ausgesetzt hatte. Die Aussetzung folgte auf eine neue Verhandlungsrunde, die der südkoreanische Arbeitsminister Kim Young-hoon moderierte und in deren Folge eine vorläufige Einigung erzielt worden sei.

Im Mittelpunkt der Vereinbarung steht die Aufteilung eines Bonuspools sowie eine Kopplung der Sonderzahlungen an operative Gewinnzahlen, wobei noch offene Fragen verbleiben. Die Gewerkschaft kündigte an, dass alle Mitglieder zwischen dem 22. und 27. Mai über das vorläufige Abkommen abstimmen sollen. Regierung und Gewerkschaft betonten zugleich den provisorischen Charakter der Übereinkunft und wiesen darauf hin, dass einzelne Differenzen weiter bestehen.

Zugleich führten Marktakteure die Kursgewinne teilweise auf Rückenwind im Halbleitersektor zurück, nachdem Nvidia starke Quartalszahlen vorgelegt hatte, die die Stimmung gegenüber Chipherstellern belegten. Medienberichte und Gewerkschaftsinformationen beschreiben, dass die ertragsstarke Chip-Sparte rund 40 Prozent des Gesamtbonus-Pools erhalten soll, während die übrigen Geschäftsbereiche 60 Prozent bekommen würden. Eine endgültige Entscheidung über die Verteilung innerhalb verlustbringender Einheiten wurde demnach zunächst aufgeschoben.

Inzwischen sieht das vorläufige Paket vor, dass Samsung für die Chip-Sparte eine Sonderprämie in Höhe von 10,5 Prozent der operativen Gewinne bereitstellen soll und einer stärkeren Kopplung von Boni an operative Ergebnisse zustimmt sowie einer Aufhebung einer bisherigen Bonus-Obergrenze teilweise nachkommt. Teile der Sonderzahlungen sollen demnach über mindestens zehn Jahre zum Teil in Form von Aktien ausgegeben werden, wobei Auszahlungen an Zielvorgaben geknüpft sind.