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Singapur schließt KI‑Abkommen mit Google und OpenAI – ChatGPT‑Macher investiert 300 Mio. SGD

Die Abkommen sollen Singapurs Stellung als regionales KI‑Zentrum ausbauen; OpenAI eröffnet sein erstes Labor außerhalb der USA und kündigt umfangreiche finanzielle Unterstützung an.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Singapur schließt KI‑Abkommen mit Google und OpenAI – ChatGPT‑Macher investiert 300 Mio. SGD
  • OpenAI richtet ein angewandtes KI‑Labor in Singapur ein und stellt über 300 Mio. SGD in Aussicht
  • Google vertieft Kooperationen in Bildung, Gesundheitswesen und Forschung.

Nach Angaben von Regierung und beteiligten Unternehmen hat Singapur getrennte Abkommen mit OpenAI und Google unterzeichnet, um die Stadt‑Staat als internationalen Standort für künstliche Intelligenz weiter zu stärken. Die Ankündigungen machten die Runden am Mittwoch im Rahmen des ATxSummit, einer Technologie‑Konferenz in Singapur, die dieses Jahr den Schwerpunkt auf konkrete KI‑Einsätze gelegt hat.

Im Mittelpunkt steht die Gründung des OpenAI Singapore Applied AI Lab — das erste Labor des Unternehmens außerhalb der USA. Das Labor soll lokalen Partnern helfen, sogenannte Frontier‑KI für nationale Prioritäten nutzbar zu machen. Geplant sind Projekte in Bereichen wie Bildung, öffentliche Dienste, Finanzen, Gesundheitswesen und digitale Infrastruktur sowie ein Trainingsprogramm für berufserfahrene Ingenieure.

Zugleich verpflichtete sich OpenAI zu einer finanziellen Zusage von mehr als 300 Millionen Singapur‑Dollar, um das lokale KI‑Ökosystem zu stärken. Das Unternehmen rechnet damit, in den kommenden Jahren mehr als 200 Mitarbeitende im neuen Labor zu beschäftigen. Ergänzende Maßnahmen sehen Accelerator‑Programme für Start‑ups und die Entwicklung bürgerzentrierter Anwendungen vor.

Parallel dazu kündigte Google eine vertiefte nationale Partnerschaft an, ohne einen direkten Investitionsbetrag zu nennen. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen, dem Aufbau einer AI‑ready Arbeitskraft, der Förderung von Innovationen in Unternehmen und dem Aufbau eines sicheren KI‑Ökosystems. Konkret plant Google, Regierungsforscher in der Nutzung agentenbasierter KI‑Werkzeuge für wissenschaftliche Fragestellungen zu schulen und gemeinsam mit dem Bildungsministerium Lehrkräfte weiterzubilden.

Daneben sind Kooperationen im Gesundheits‑ und Lebenswissenschaftsbereich vorgesehen, etwa im Rahmen einer globalen Initiative zur Erforschung von KI‑Assistenz für klinische Anwendungen. Beide Vereinbarungen ergänzen Singapurs umfassende nationale KI‑Strategie und bauen auf bestehenden Programmen auf, die öffentliche KI‑Forschungskapazitäten über den Zeitraum 2025–2030 stärken sollen.

Unterdessen betonten Regierung und Unternehmen, die Abkommen würden Singapurs Rolle als neutrales, talentreiches Testfeld für Entwicklung und Einsatz von KI ausbauen. Die Maßnahmen sollen internationale Partnerschaften fördern und die praktische Anwendung von KI in Wirtschaft und Verwaltung beschleunigen.