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Raumfahrt: SpaceX gelingt Start neuer Starship‑Version vor Rekord‑Börsengang

In Texas hob SpaceX die überarbeitete Starship‑Variante V3 in einem unbemannten Testflug ab. Der Start erfolgt wenige Wochen vor dem angekündigten Börsengang und folgte einem zuvor abgebrochenen Versuch.

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Titelbild: Raumfahrt: SpaceX gelingt Start neuer Starship‑Version vor Rekord‑Börsengang
Der erste Flug der umfassend überarbeiteten Starship‑V3 signalisiert technische Fortschritte und liefert Investoren vor dem geplanten Mega‑IPO ein frühes Stimmungsbild.

Nach Angaben des Unternehmens startete SpaceX am Freitag die neueste Version seiner Schwerlastrakete Starship zu einem unbemannten Testflug in Texas. Es handelte sich um den ersten Einsatz der umfassend überarbeiteten Variante V3, an der SpaceX nach einer Reihe von Fehlschlägen im vergangenen Jahr monatelang gearbeitet hatte.

Im Mittelpunkt der vorherigen Ereignisse stand ein abgebrochener Startversuch in der Nacht zum Freitag: Die Rakete wurde demnach Sekunden vor dem Abheben gestoppt. Elon Musk erklärte die Unterbrechung mit einem verklemmten Bolzen am Startturm und Problemen bei der Treibstoffzufuhr. Für den aktuellen Flug nannte das Unternehmen in der zugänglichen Berichterstattung keine detaillierten technischen Angaben.

Nach dem Schritt, den Börsengang vorzubereiten, gewinnt der Testflug eine zusätzliche Dimension. SpaceX hatte am Mittwoch seinen Börsenprospekt veröffentlicht; das Unternehmen peilt einem Bericht zufolge ein Emissionsvolumen von rund 75 Milliarden US‑Dollar an. Beobachter sehen in einem erfolgreichen Start ein wichtiges Signal für Anleger, weil er das Vertrauen in die technische Entwicklung der Plattform stützt und die Marktdebatte um den erwarteten Börsenwert befeuert.

Zugleich bleiben die technischen Herausforderungen aus den vorangegangenen Fehlschlägen präsent. Mit der wiederverwendbaren Schwerlastrakete verfolgt SpaceX die strategischen Ziele, Startkosten zu senken und das Starlink‑Satellitengeschäft auszubauen; langfristige Ambitionen reichen bis zur Erforschung des fernen Weltraums und dem Aufbau von Rechenzentren im Orbit. Daneben bewerten Analysten den geplanten Börsengang als potenziell historisches Ereignis: Experten halten einen Unternehmenswert von bis zu 1,75 Billionen US‑Dollar für möglich.

In der Gesamtschau liefert der Testflug der V3‑Version einen ersten praktischen Nachweis für Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Starship‑Plattform, schließt aber nicht alle offenen Fragen zu Betriebssicherheit und Wiederverwendbarkeit ab. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen mit Blick auf kommende Tests und den Zeitplan für den Börsengang unter verstärkter Beobachtung von Investoren und Branchenkennern.