JKCM News
Startseite
Österreich

Ried: 83-Jähriger erschießt Ehefrau nach Abholung aus Pflegeheim und überlebt Suizidversuch

Ein 83-Jähriger holte seine 77-jährige Ehefrau aus einem Pflegeheim ab, brachte sie nach Hause und tötete sie dort. Anschließend unternahm er einen Suizidversuch und wurde schwer verletzt von Nachbarn gefunden.

Kurier 2 Min Lesezeit
Titelbild: Ried: 83-Jähriger erschießt Ehefrau nach Abholung aus Pflegeheim und überlebt Suizidversuch
  • Der Mann hinterließ ein Testament und einen handschriftlichen Zettel mit der Bitte, die Polizei zu verständigen
  • nach medizinischer Erstversorgung in Linz ist seine Überstellung in die Justizanstalt Ried geplant, sobald

Nach Angaben der Polizei im Bezirk Ried hat ein 83-jähriger Mann am Samstagabend seine 77-jährige Ehefrau erschossen. Die Frau war am Freitagabend von ihm aus einem Pflegeheim abgeholt und in das gemeinsame Wohnhaus gebracht worden.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht das Vorgehen unmittelbar vor der Tat: Laut Ermittlern hatte der Beschuldigte zuvor im Postkasten eines Nachbarn ein Testament und einen handschriftlichen Zettel hinterlegt, in dem er darum bat, die Polizei zu verständigen. Weitere Details zur Motivlage oder zum genauen Tathergang wurden von der Exekutive zunächst nicht bekanntgegeben.

Nach dem Schritt, die Frau zu töten, versuchte der 83-Jährige, sich selbst zu erschießen. Nachbarn entdeckten den Mann kurz vor 10.00 Uhr mit starken Kopfverletzungen und stark blutend in seinem Wohnhaus und alarmierten Rettungskräfte sowie die Beamten. Die Einsatzkräfte versorgten den Verletzten vor Ort und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus in Linz.

Zugleich teilte die Polizei mit, dass der Gesundheitszustand des Beschuldigten über Nacht kritisch gewesen sei. Sobald eine medizinisch vertretbare Verlegung möglich ist, ist vorgesehen, ihn in die Justizanstalt Ried zu überstellen. Zum weiteren Ablauf der strafrechtlichen Schritte machte die Exekutive keine Angaben.

Inzwischen hat der Vorfall in der Gemeinde Betroffenheit ausgelöst. Offizielle Reaktionen von Behörden oder Angehörigen liegen bislang nicht vor; die Ermittlungen zur Klärung der genauen Umstände und möglicher Hintergründe dauern an.

Daneben wurde in Berichten zur Tat auf Hilfsangebote für Menschen in suizidalen Krisen verwiesen. Konkrete Unterstützungsmaßnahmen oder Kontaktstellen nannte die Polizei nicht, wohl aber Hinweise, dass Betroffenen und Angehörigen Hilfe zur Verfügung steht.