JKCM News
Startseite
Wirtschaft

Rumänien bezeichnet Drohnenvorfall nahe Ukraine-Grenze als schwere Eskalation

Eine am Himmel abgestürzte Drohne traf ein Wohnhochhaus in Galați; Bukarest will diplomatische Schritte prüfen und hat NATO und Verbündete informiert.

Lukas Bay 1 Min Lesezeit
Titelbild: Rumänien bezeichnet Drohnenvorfall nahe Ukraine-Grenze als schwere Eskalation
  • Rumänien spricht von schwerer Eskalation
  • EU-Kommissionspräsidentin und Frankreich verurteilen den Vorfall.

Nach Angaben rumänischer Behörden stürzte in der Nacht eine Drohne in der Hafenstadt Galați nahe der Grenze zur Ukraine auf ein Wohnhochhaus und löste dort einen Brand aus. Das Innenministerium meldete, zwei Menschen seien verletzt worden und vor Ort versorgt; die Einsatzkräfte hätten das Feuer gelöscht.

Das Außenministerium in Bukarest bewertete den Einschlag als schwere und unverantwortliche Eskalation und kündigte an, die nötigen diplomatischen Schritte zu ergreifen. Zugleich informierte Rumänien seine Verbündeten und den NATO‑Generalsekretär über den Vorfall. Die NATO erklärte, sie werde ihre Verteidigung gegen alle relevanten Bedrohungen, darunter auch Drohnen, weiter verstärken.

In Brüssel und Paris fiel die Reaktion deutlich aus: EU‑Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, mit dem Einschlag seien erneut Grenzen überschritten worden, und bekräftigte Solidarität mit Rumänien sowie Maßnahmen zur Verstärkung von Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen an der Ostgrenze. Der französische Europaminister hob hervor, der Vorfall unterstreiche die Gefahr für die europäische Sicherheit.

Der Zwischenfall reiht sich in eine Serie von Drohnenangriffen in der Region ein. Zeitlich verwandte Angriffe wurden aus der Nähe von Odessa sowie gegen Schiffe in der Schwarzmeerregion gemeldet. Rumänische Behörden kündigten an, den Vorfall sowie mögliche völkerrechtliche Konsequenzen prüfen zu wollen.