Samsung erweitert Galaxy AI um zusätzliche Agenten und integriert Perplexity
Samsung kündigt eine Ausweitung seines Galaxy‑AI‑Ökosystems an und will Perplexity als zusätzlichen Agenten auf kommenden Flaggschiff-Geräten verfügbar machen.
- Perplexity soll auf kommenden Flaggschiff-Geräten über eine eigene Wake‑Phrase („Hey Plex“) und Schnellzugriffe erreichbar sein.
- Samsung nennt die S26‑Serie als Gerätefamilie mit vorinstallierter Perplexity‑App, die sich entfernen lässt.
- Galaxy AI soll auf Systemebene kontextbezogen arbeiten und mehrstufige Aufgaben über App‑Grenzen hinweg orchestrieren.
- Der Konzern spricht von einer „multi‑agent“ Strategie, bei der Nutzer je nach Aufgabe unterschiedliche Agenten nutzen.
- Für den 25. Februar ist ein Galaxy‑Unpacked‑Event in San Francisco angekündigt, das ab 19:00 Uhr CET live gestreamt wird.
Samsung erweitert seine „Galaxy AI“-Strategie in Richtung eines offenen, multi-agentischen Ökosystems. In einer Mitteilung kündigt der Konzern an, zusätzliche AI‑Agenten in die Galaxy‑Plattform zu integrieren und Perplexity als weiteren Agenten auf kommenden Flaggschiff‑Geräten bereitzustellen. Die AI‑Funktionen sollen dabei nicht als isolierte App‑Features laufen, sondern tiefer im Betriebssystem verankert sein und den Kontext eines Nutzers – etwa aktuelle Inhalte, Einstellungen und typische Abläufe – stärker berücksichtigen.
Im Zentrum steht die Idee, dass Nutzer je nach Aufgabe unterschiedliche Agenten verwenden. Samsung verweist auf interne Untersuchungen, wonach viele Anwender bereits mehrere AI‑Tools parallel einsetzen. Der Hersteller positioniert Galaxy AI daher als „Orchestrator“, der verschiedene AI‑Dienste in einer kohärenten Bedienlogik zusammenführt. Praktisch soll das bedeuten: weniger Wechsel zwischen Apps, weniger wiederholte Eingaben und mehr Unterstützung bei mehrstufigen Aufgaben, bei denen Informationen aus mehreren Quellen zusammenkommen.
Perplexity wird dabei als zusätzlicher Agent in das System integriert. Samsung nennt als Zugriffsmöglichkeiten eine dedizierte Wake‑Phrase („Hey Plex“) sowie Schnellzugriffe wie das längere Drücken der Seitentaste. Zudem soll Perplexity mit kompatiblen Samsung‑Apps und ausgewählten Drittanbieter‑Apps zusammenarbeiten können, um Abläufe zu verkürzen – etwa indem ein Kontext aus einer Anfrage direkt in einen nächsten Schritt übergeben wird. Für diese Kopplung sind laut Samsung entsprechende Berechtigungen in den Geräteeinstellungen nötig; die tatsächliche Funktionalität hängt von App‑Kompatibilität und Nutzerfreigaben ab.
In der Mitteilung wird außerdem konkret die S26‑Serie genannt: Dort soll die Perplexity‑App vorinstalliert sein und sich bei Bedarf entfernen lassen. Samsung betont zugleich, dass Galaxy‑AI‑Funktionen aktuell ohne Zusatzkosten angeboten werden und mögliche Premium‑Modelle für Partner‑Features separat entschieden würden. Welche Geräte und Länder welche Agenten in welcher Tiefe erhalten, will der Konzern mit weiteren Details nachreichen.
Das Timing ist eng an den Produktzyklus gekoppelt. Samsung hat für den 25. Februar ein Galaxy‑Unpacked‑Event in San Francisco angekündigt, das um 19:00 Uhr CET live gestreamt wird. In den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2025 hatte Samsung zudem angekündigt, im ersten Quartal 2026 „Agentic AI“-Erlebnisse mit dem Launch der Galaxy‑S26‑Serie auszuliefern – ein Hinweis darauf, dass die Software‑Plattform und die Hardware‑Roadmap in diesem Jahr stärker zusammengeführt werden.