Samsung kündigt Perplexity-Integration als neuen Galaxy-AI-Agenten an
Samsung erweitert Galaxy AI um eine zusätzliche Agenten-Option und integriert Perplexity auf kommenden Galaxy-Flaggschiffen tiefer ins System.
- Perplexity soll auf kommenden Galaxy-Flaggschiffen als zusätzlicher KI-Agent verfügbar sein.
- Der Zugriff ist über das Wake-Word „Hey Plex“ oder über Schnellzugriffe wie die Seitentaste geplant.
- Samsung nennt eine Einbettung in Apps wie Notes, Clock, Gallery, Reminder und Calendar sowie in ausgewählte Drittanbieter-Apps.
- Galaxy AI soll auf Systemebene Kontext erkennen und Abläufe über App-Grenzen hinweg koordinieren.
- Details zu unterstützten Geräten, Regionen und konkreten Rollout-Schritten will Samsung nachreichen.
Samsung hat am 22. Februar 2026 eine Erweiterung von Galaxy AI angekündigt, die das System stärker als „Multi‑Agent“-Plattform ausrichtet. Neben den bisherigen Funktionen sollen Nutzer künftig einen zusätzlichen KI‑Agenten auswählen können, der direkt in den Gerätealltag eingebunden ist. Samsung positioniert Galaxy AI dabei als Betriebssystem‑nahes Angebot, das nicht nur innerhalb einzelner Apps arbeitet, sondern Aufgaben über mehrere Anwendungen hinweg koordiniert.
Auslöser für den Schritt ist nach Darstellung des Unternehmens ein verändertes Nutzungsverhalten: Viele Anwender greifen je nach Aufgabe auf mehrere KI‑Dienste zurück. In einer internen Auswertung spricht Samsung von „fast acht von zehn“ Nutzern, die regelmäßig mehr als zwei unterschiedliche KI‑Agenten verwenden. Diese Fragmentierung will Samsung über eine engere Integration auf Geräteebene abfedern – mit mehr Wahlmöglichkeiten, aber ohne ständiges Wechseln zwischen Apps und Oberflächen.
Konkret soll Perplexity als zusätzlicher KI‑Agent auf kommenden Galaxy‑Flaggschiffen verfügbar werden. Der Zugriff ist über eine eigene Sprachaktivierung („Hey Plex“) sowie über Schnellzugriffe wie das Gedrückthalten der Seitentaste vorgesehen. Perplexity soll außerdem in mehrere Samsung‑Apps eingebettet werden, darunter Notes, Clock, Gallery, Reminder und Calendar; auch eine Einbindung in ausgewählte Drittanbieter‑Apps wird genannt. Ziel ist, mehrstufige Abläufe – etwa Notizen erstellen, Termine setzen und Inhalte aus Bildern ableiten – in einem zusammenhängenden Workflow abzubilden.
Samsung beschreibt Galaxy AI als „Orchestrator“, der Kontext erkennt und die jeweils passende KI‑Funktion oder Partner‑Service anstößt. Gleichzeitig weist das Unternehmen auf praktische Grenzen hin: Für bestimmte KI‑Funktionen kann ein Samsung‑Account erforderlich sein, die Verfügbarkeit hängt von Region, Gerätemodell, OS/One‑UI‑Version und Mobilfunkanbieter ab, und für KI‑Ausgaben werden keine Zusicherungen zur Fehlerfreiheit gegeben. Für Nutzer bedeutet das, dass Funktionsumfang und Tiefe der Integration je nach Markt differieren können.
Offen bleiben zunächst die Liste der unterstützten Geräte sowie der genaue Rollout‑Zeitplan. Samsung kündigt an, Details zu kompatiblen Modellen und konkreten Nutzungsszenarien später zu veröffentlichen. Die Ankündigung markiert dennoch eine klare strategische Richtung: Weg von einzelnen, isolierten Assistenz‑Features hin zu einer Plattform, die mehrere KI‑Agenten im System zusammenführt und den Wechsel zwischen Diensten möglichst unsichtbar macht.