Selenskyj sichert Rumänien Unterstützung zu und fordert härtere Sanktionen nach Drohnen-Einschlag
Nach dem Absturz einer mutmaßlich russischen Drohne in Galați sichert Kiew Rumänien Unterstützung zu und fordert von der EU spürbar härtere Sanktionen gegen Moskau.
Nach Angaben aus Kiew hat Präsident Wolodymyr Selenskyj Rumänien nach dem Absturz einer mutmaßlich russischen Drohne in der Stadt Galați umfassende Unterstützung zugesichert und zugleich deutlich schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert. Auf der Plattform X teilte Selenskyj einen Beitrag der EU‑Kommissionspräsidentin und erklärte, Kiew erwarte, dass die angekündigten Strafmaßnahmen der Europäischen Union wirklich streng und für Russland spürbar ausfallen würden.
Im Mittelpunkt der Reaktionen steht der nächtliche Einschlag, der in einem Wohnblock einen Brand auslöste und nach rumänischen Angaben zwei Verletzte forderte. Nato‑Vertreter verurteilten das Eindringen der Drohne in das Hoheitsgebiet eines Bündnisstaates. Der Kreml ließ nach russischen Agenturmeldungen mitteilen, dass Präsident Wladimir Putin über den Vorfall informiert worden sei. Mehrere baltische Staaten verurteilten den Einschlag ebenfalls scharf.
Nach dem Schritt, die EU zu härteren Strafmaßnahmen aufzufordern, betonte Selenskyj, die Ukraine sei bereit, Rumänien in jeder erforderlichen Weise zu unterstützen. Die Erklärung soll politische Solidarität mit einem NATO‑Partner signalisieren und zugleich zusätzlichen Druck auf Brüssel erhöhen, konkrete wirtschaftspolitische Antworten zu prüfen. In seiner Mitteilung verwies Selenskyj auf die Notwendigkeit, wirtschaftliche Hebel zu nutzen, damit Angriffe auf zivile Ziele für Russland merkliche Kosten nach sich ziehen.
Daneben bleibt die Lage an der Grenze und die politische Reaktion in Europa angespannt. Der Einschlag in Galați hat gezeigt, wie schnell sich militärische Vorgänge über staatliche Grenzen hinweg zu diplomatischen und wirtschaftspolitischen Problemen entwickeln können. Vor diesem Hintergrund versuchen Partnerstaaten, ihre Unterstützung zu koordinieren und zugleich die Konsequenzen für die europäische Sicherheits- und Wirtschaftspolitik auszuloten.