Spirit Airlines stellt nach 34 Jahren den Flugbetrieb ein
Die Billigfluggesellschaft stellt den Betrieb nach 34 Jahren ein und leitet eine geordnete Abwicklung ein; Flüge wurden gestrichen, Kundenservice ist nicht erreichbar.
- Spirit teilte mit, den Flugbetrieb sofort einzustellen
- Versuche einer Rettung mit staatlicher Beteiligung führten nicht zur Fortführung des Betriebs.
Nach Angaben des Unternehmens hat Spirit Airlines den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt und eine geordnete Abwicklung eingeleitet. Sämtliche geplanten Flüge wurden annulliert, und der Kundendienst ist nach Unternehmensangaben nicht mehr erreichbar. Die Gesellschaft kündigte an, die verbleibenden Abläufe schrittweise zu ordnen, nannte aber keinen Zeitplan für Rückerstattungen oder Verfügbarkeitsfragen.
Im Mittelpunkt der Entscheidung standen demnach finanzielle Engpässe: Spirit erklärte, die verfügbaren Mittel seien aufgebraucht, und es sei nicht gelungen, ausreichende Kapitalzuflüsse zur Aufrechterhaltung des Betriebs zu sichern. Die Fluggesellschaft, die vor 34 Jahren als Charter One Airlines gegründet wurde und zuletzt durch ihre gelben Maschinen auffiel, hatte zeitweise rund 17.000 Beschäftigte. Management und Vorstände betonten, man sei stolz auf das ultra-low-cost-Modell und die wirtschaftliche Wirkung der Airline im Markt, könne den Betrieb jedoch nicht länger fortführen.
Zugleich hatten sich die Probleme des Unternehmens in den Monaten nach der Pandemie vertieft, weil das Passagieraufkommen nicht in dem Maße zurückkehrte, das zur Stabilisierung nötig gewesen wäre. Hinzu kamen externe Belastungen: Deutlich gestiegene Treibstoffkosten infolge geopolitischer Spannungen erhöhten die Belastung der Kostenbasis. Verhandlungen mit Gläubigern und potenziellen Geldgebern führten nicht zu einer tragfähigen Einigung, sodass die Finanzlage weiter zuspitzte.
Daneben berichteten Kunden, dass trotz der eingeleiteten Abwicklung noch Buchungen auf der Website sichtbar gewesen seien. Anfragen zu Rückerstattungen und Umbuchungen überschwemmten die Social-Media-Kanäle der Gesellschaft, während einige andere US-Airlines prüften, ob und wie sie betroffene Passagiere unterstützen könnten. Für Mitarbeiter, Fluggäste und Vertragspartner beginnt nun die Phase der Abwicklung und Klärung offener Ansprüche, deren Umfang und Zeitrahmen bislang nicht benannt wurden.