Starker Tornado in Nordtexas tötet mindestens zwei Menschen – Hunderte Hausbesitzer betroffen
Ein nächtlicher Tornado verwüstete Gemeinden in Wise County, Texas: mindestens zwei Tote, mehrere Verletzte und zahlreiche zerstörte Häuser. Zeitgleich wüten in Georgia großflächige Waldbrände mit erheblichem Wohnhausverlust.
- Nach Angaben der Behörden erreichte der Tornado Wise County gegen 22 Uhr
- Rettungskräfte kämpfen mit blockierten Straßen, umgestürzten Bäumen und Stromausfällen.
Nach Angaben von Einsatzkräften und lokalen Behörden forderte ein sehr starker Tornado in der Nacht zum Sonntag mindestens zwei Todesopfer in Nordtexas. Der Wirbelsturm traf Teile von Wise County gegen 22:00 Uhr Ortszeit und richtete in mehreren Wohnvierteln erhebliche Schäden an. Videos und Berichte aus der Region dokumentieren die Zerstörungskraft des Sturms, der Dächer abdeckte und Fahrzeuge beschädigte.
Zugleich meldeten Rettungskräfte, dass neben den bestätigten Todesopfern sechs Menschen wegen sturmbedingter Verletzungen behandelt oder in Krankenhäuser gebracht wurden. Wise County Judge JD Clark erklärte, die Bergungsarbeiten seien durch blockierte Straßen und ausgefallene Versorgungsleitungen deutlich erschwert. Mindestens 20 Familien seien derzeit ohne Unterkunft; zahlreiche Häuser hätten schwere strukturelle Schäden erlitten, weshalb lokale Behörden Notunterkünfte vorbereiten und Hilfslieferungen koordinieren.
Inzwischen warnt der National Weather Service davor, dass die Unwetterlage in den kommenden Tagen anhalten und örtlich zu Starkregen sowie Sturzfluten führen könne. Meteorologen verweisen auf eine zuvor ungewöhnlich aktive Woche mit mehr als 30 Tornados und über 230 Hagelmeldungen in Teilen des zentralen US-Gebiets, was die Verwundbarkeit der Region erhöhe. In einem betroffenen Gebiet nördlich von Oklahoma war zuvor ein weiterer kräftiger Tornado dokumentiert worden; dort gab es rund zehn Verletzte und Sachschäden an Dutzenden Häusern sowie leichte Schäden an einer Luftwaffenbasis.
Die Einsatzkräfte in Texas konzentrieren sich derzeit auf Such- und Rettungsarbeiten sowie die Wiederherstellung kritischer Infrastruktur. Umgestürzte Bäume und beschädigte Strommasten erschweren weiterhin den Zugang zu teils isolierten Wohngebieten, weshalb die Koordination von Rettungsteams und Versorgungslinien höchste Priorität hat. Behörden rufen die betroffenen Einwohner dazu auf, Warnmeldungen zu beachten und Evakuierungsanweisungen Folge zu leisten, wo diese ausgesprochen werden.
Daneben kämpfen Feuerwehr und Forstbehörden im Südosten gegen mehrere großflächige Waldbrände in Georgia, die binnen weniger Tage Zehntausende Acres vernichteten und zahlreiche Wohngebäude zerstörten. Eines der Brände, als Highway‑82‑Feuer bezeichnet, wütet seit dem 20. April und hatte bis Sonntagnachmittag einen großen Flächenverlust erlitten; der Brand war nur teilweise eingedämmt. Behörden machten für eines der Feuer die Berührung eines Folienballons mit einer Starkstromleitung verantwortlich; ein weiteres Feuer wurde auf Funken bei Schweißarbeiten zurückgeführt.