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Streik legt North Americas größtes Pendlernetz still: Long Island Rail Road fährt nicht mehr

Fünf Gewerkschaften führten einen Ausstand durch und legten die Long Island Rail Road still; Streitpunkte sind Löhne und Krankenversicherungsbeiträge.

The Guardian (Auszug für JKCM) 1 Min Lesezeit
Titelbild: Streik legt North Americas größtes Pendlernetz still: Long Island Rail Road fährt nicht mehr
  • Rund die Hälfte der Belegschaft streikte
  • die MTA setzt Ersatzbusse ein, die Kapazität reicht jedoch nicht für das normale Pendleraufkommen.

Nach Angaben der beteiligten Gewerkschaften stand die Long Island Rail Road (LIRR) in den frühen Stunden des Samstags komplett still, nachdem fünf Gewerkschaften etwa die Hälfte der Belegschaft von der Arbeit abgeholt hatten. Die Verbindungen in die östlichen Vororte von New York City blieben weitgehend unbedient; damit war das größte Pendlernetz Nordamerikas faktisch eingestellt.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stehen die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag, insbesondere Forderungen nach Lohnerhöhungen und Änderungen bei den Beiträgen zur Krankenversicherung. Die Gespräche hatten sich über Monate hingezogen, und die Gewerkschaften waren rechtlich befugt, den Ausstand ab 00:01 Uhr zu beginnen. Nach Angaben von Vertretern der Lokführergewerkschaft sind derzeit keine neuen Verhandlungstermine vereinbart; die Konfliktlinie zwischen den Parteien bleibt groß.

Zugleich traf der Streik unmittelbar Pendler und Freizeitverkehr: Für an diesem Wochenende geplante Spiele großer New Yorker Sportclubs sowie Playoff‑Begegnungen fielen direkte Zugverbindungen zu Bahnhöfen mit eigenem LIRR‑Anschluss weg. Die MTA kündigte an, an Wochentagen begrenzte kostenlose Shuttlebusse zu U‑Bahnstationen bereitzustellen und bat Gäste, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten sowie nicht notwendige Fahrten zu vermeiden. Diese Ersatzangebote waren jedoch nicht darauf ausgelegt, das reguläre Fahrgastaufkommen aufzufangen.