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Ted Turner, Gründer von CNN, mit 87 Jahren gestorben

Mit der Gründung des ersten 24‑Stunden‑Nachrichtensenders 1980 veränderte Ted Turner die weltweite Medienlandschaft nachhaltig.

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Titelbild: Ted Turner, Gründer von CNN, mit 87 Jahren gestorben
  • Als Gründer von CNN prägte Turner das Konzept kontinuierlicher Berichterstattung
  • sein Lebenswerk erstreckt sich über Medienkonzerne, Sportbesitz und umfangreiche philanthropische Initiativen.

Nach Angaben von CNN ist der Medienunternehmer Ted Turner im Alter von 87 Jahren gestorben. 1980 gründete er den Cable News Network (CNN) und setzte damit das erste durchgehende Nachrichtenprogramm durch, das die Art und Weise der globalen Berichterstattung grundlegend veränderte.

Im Mittelpunkt seiner Karriere stand eine Mischung aus risikofreudigem Unternehmertum und einer streitbaren Persönlichkeit. Turner galt als impulsiv und streitbar, zugleich aber als Visionär, der gegen anfängliche Skepsis ankämpfte; in den frühen Jahren wurde CNN häufig spöttisch als »Chicken Noodle Network« bezeichnet. Der Sender bewährte sich jedoch in Krisen: Schnellberichterstattung zu Ereignissen wie dem Attentat auf Präsident Ronald Reagan 1981, der Challenger‑Katastrophe 1986 und der umfassenden Live‑Berichterstattung während des Golfkriegs 1990/91 machte CNN zum zentralen Akteur im Nachrichtengeschäft.

Zugleich reichte Turners Einfluss weit über CNN hinaus. Er baute die Turner Broadcasting System‑Gruppe auf, zu der Kanäle wie TBS, TNT, Turner Classic Movies und Cartoon Network gehörten. Darüber hinaus gehörten zu seinem Portfolio Sportfranchises wie die Atlanta Braves und die Atlanta Hawks; auch sportliche Erfolge sind Teil seiner Biographie, etwa der Sieg bei der America’s Cup‑Regatta 1977. Öffentliche Auseinandersetzungen, etwa mit Medienkonkurrenten wie Rupert Murdoch, prägten sein öffentliches Bild ebenso wie sein markantes Auftreten.

Daneben engagierte sich Turner intensiv als Philanthrop. Er spendete erhebliche Summen, darunter eine Milliarde Dollar an die Vereinten Nationen, und förderte Umweltschutz sowie Projekte für saubere Energie. Mitarbeitende beschrieben ihn als unmittelbar präsent in der Redaktion; er mischte sich selbst in das Tagesgeschäft ein und war für seine direkte, manchmal unkonventionelle Art bekannt.

Unterdessen waren auch private und gesundheitliche Aspekte seines Lebens öffentlich: 2018 machte Turner eine Diagnose mit Lewy‑Körper‑Demenz bekannt. Er war mehrfach verheiratet, darunter von 1991 bis 2001 mit der Schauspielerin Jane Fonda. Sein Tod beendet eine prägnante Epoche der US‑Mediengeschichte und ruft Würdigungen aus Politik, Medien und Kultur hervor.